Die zwei Wochen, in denen wir gemeinsam mit Schwester Denise unterwegs waren, waren geprägt von Wiedersehen, Erinnerungen und Umarmungen.

Wir haben viele alte Freundinnen und Freunde getroffen. Viele alte Erinnerungen wurden wach, unvergessliche Erlebnisse, prägende Begegnungen und die Gedanken an Menschen, die uns fehlen. Es wird gelacht und geweint.
Im Sauerland besuchten wir Familie Klein, die von Anfang an der Seite von Beda und dem Aktionskreis sind. Die Verbindung von ihnen mit der Turma do Flau und Denise ist schwer in Worte zu fassen: tiefe Dankbarkeit, Freundschaft und Vertrauen. Es gibt so viele Erinnerungen, dass Brigitta Klein ein ganzes Buch dazu verfasst hat. Und dennoch ist sie es, die irgendwann sagt: „Es ist so schön über die gemeinsamen Erinnerungen zu sprechen, weil es das ist, was uns so eng verbindet. Aber lasst uns nicht nur über alte Geschichten sprechen, erzähl uns über das jetzt und das morgen. Du hast doch jetzt eine große Aufgabe als Präsidentin des Netzwerkes.“
Was gibt es neues?
Schwester Denise informierte in Gesprächen und Vorträgen über die neusten Veränderungen und Herausforderungen. Sie berichtete über die Jahreskampagne zum Recht auf Wohnen, zu dem sie in verschiedenen Angeboten mit den Kindern und Jugendlichen arbeiten. Sie erklärt welche Herausforderungen im Wahljahr in Brasilien vor ihnen liegen und dass die Arbeit mit den Menschen dazu bereits jetzt beginnt.
Auf Fotos stellt sie immer wieder einzelne Gesichter vor und berichtet sie von ehemaligen Teilnehmern der Flau und welche Lebenswege sie eingeschlagen haben und das einige Angebote in der Flau leiten. Regelmäßig kommen große Lebensmittelspenden und die Kooperation mit dem MST (Movimento dos Trabalhadores Rurais sem Terra) wird seit der Pandemie fortgeführt. Und auf die Frage, wie es Schwester Aurieta mit ihnen fast 88 Jahren geht antwortet sie jedes mal: "Sie hat so viel Energie und Kraft wie eh und jeh, manchmal habe ich eher das Gefühl sie hat noch mehr Energie."
Auf den Wegen zu Terminen haben wir oft noch einen Zwischenstopp eingelegt, um wenigstens noch kurz zu sprechen und jemand zu drücken. Neben Vorträgen und Berichten haben die Zeit auch genutzt, um neue Netzwerke und Kontakte zu knüpfen. Und für uns als Team vom AKPB waren die Begegnungen mit alten Wegbegleitern des AKPB teilweise auch die Chance diese endlich persönlich kennenzulernen.

In Haltern haben wir die Emmaus-Gruppen aus Brasilien kennenlernen dürfen und Neuigkeiten on der Brasilien-Cooperative erfahren. (Mehr dazu hier!) In Hünxe sprachen wir vor der gesamten Oberstufe der Gesamtschule über die Arbeit der Turma do Flau. In Epe traf Denise den Vorstand vom AKPB und informierte mit einem Vortrag die aktiven Gruppen vor Ort. In Geldern empfingen uns viele Interessierte von der Eine-Welt-Gruppe und es gab viele interessierte Nachfragen zu der Arbeit in Brasilia Teimosa.
Am letzten Tag besuchten wir dann noch das Haus21 der SKF in Ibbenbüren, wo existenzsichernde Angebote wie z.B. ein Sozialkaufhaus und die Suppenküche zu finden sind. Wie funktionieren solche Angebote hier? Welche Hilfsangebote gibt es in Deutschland für Menschen mit sozialen Herausforderungen? Zuletzt gab es noch einige Begegnungen am brasilianischen Abend bei der GAIA-Ausstellung in St. Ludwig (Mehr dazu hier!)
Die wenigen Tage haben wir intensiv genutzt und sie waren für alle unglaublich wertvoll. Denn was nach diesen Begegnungen bleibt ist Energie. Die Begegnungen und Gespräche stärken nicht die Verbindung, sondern sie schenken neue Motivation, Kraft und stärken die Menschen in beide Richtungen. Die Menschen in Deutschland haben neue Bilder und Geschichten, die sie in ihrem Engagement in Deutschland stärken. Schwester Denise geht mit vielen guten Wünschen als neue Präsidentin des Netzwerkes SoliVida und dem Wissen, dass viele Menschen ihr diese verantwortungsvolle Rolle mit fester Überzeugung zutrauen und gleichzeitig große Hoffnungen in das Netzwerk haben. Die Begegnungen schenken uns Energie, Zuversicht und Zusammenhalt.
Danke an alle, die an der Planung dieser Besuche beteiligt waren, die zu den Vorträgen eingeladen haben und uns zugehört und versorgt haben.
Ohne eure Unterstützung, wären diese Begegnungen nicht möglich.