Mitte April hat die Brasilien-Cooperative Haltern alle existierenden Emmaus-Gruppen aus Brasilien zu einem Workshoptag ins KönzgenHaus in Haltern am See eingeladen. Das Ganze fand unmittelbar nach dem Welttreffen von Emmaus in Someren, in den Niederlanden statt.
Die Emmaus-Bewegung entstand aus der Überzeugung, dass Menschen in schwierigen Lebenslagen selbst zu Gestaltern ihrer eigenen Veränderung werden können — und der Veränderung um sie herum. Finanziert wird die Hilfe durch Recycling und Second-Hand-Verkäufe. Heute vereint die Bewegung Gruppen in ca. 40 Ländern, die gemeinsam auf Gemeinschaft, Arbeit und gegenseitige Unterstützung als konkrete Wege zu Würde und Teilhabe setzen.
Gemeinsam können wir mehr erreichen!
In diesem Kontext wurde auch das Netzwerk SoliVida und der Aktionskreis Pater Beda durch die Brasilien-Cooperative eingeladen. Für ein Netzwerk aus 32 Organisationen bedeutet die Teilnahme an solchen Räumen auch, eigene Schwächen anzuerkennen, gemeinsame Herausforderungen zu erkennen und gleichzeitig die Erfahrungen zu teilen, die in 14 Jahren gemeinsamen Lernens und Gehens gewachsen sind.
Vertreterinnen und Vertreter von Emmaus-Gruppen aus Recife, Fortaleza, Bahia, Belo Horizonte, Teresina und São Paulo teilten Errungenschaften, Schwierigkeiten und Erkenntnisse. Und darin liegt etwas Kraftvolles: über diese Spannungen vor Menschen zu sprechen, die sie selbst kennen, ist bereits ein Akt des Vertrauens.
Neben den Reflexionen gab es Begegnung. Und auch das zählt. Im Leben der Organisationen sind es die Verbindungen, das Zuhören und die Anwesenheit, die den Weg tragen. Die Teilnahme an diesem Treffen hat die Überzeugung bestärkt, dass das Zusammenbringen von Organisationen, Territorien und Erfahrungen nach wie vor einer der wirkungsvollsten Wege ist, um soziale Arbeit zu stärken und die Fähigkeit zu erweitern, gemeinsam zu handeln — im Einsatz für die Menschenwürde und eine gerechtere Welt.
Danke für die Einladung und den wertvollen Austausch!