Menschenrechtszentrum in Nova Iguaçu

Das Menschenrechtszentrum ist eine Abteilung der Diözese von Nova Iguaçu (etwas nördlich von Rio de Janeiro) und entwickelt eine Reihe von Programmen im sozialen und pastoralen Bereich.

Landbesetzungsgruppen: Die Mitarbeiter und Rechtsanwälte begleiten 35 Landbesetzungvereinigungen, in denen über 5000 Familien eingeschrieben sind und helfen bei der Einforderung um Grundbucheintragungen, um Straßen, Wasser, Kanalisation, Strom und Müllabfuhr.

Juristische Begleitung: Zivilprozesse mittelloser Familien vor Gericht und Rechtsbegleitung bei der Mißachtung der grundlegenden Menschenrechte.

Schutz von Zeugen und bedrohten Familien: Wirtschaftliche und juristische Unterstützung von Personen und Familien, deren Leben bedroht ist, weil sie in Prozesse und Gewaltsituationen verwickelt sind, oder weil sie als Zeugen von Morden keinen Schutz durch öffentliche Stellen erhalten.

Genossenschaften: In Zusammenarbeit mit dem Projekt "Eingliederung" der Landesregierung von Rio de Janeiro werden Fortbildungskurse für Arbeitslose angeboten, damit sie leichter auf den Arbeitsmarkt zurückkehren können. Darüber hinaus werden Kurse im Genossenschaftswesen angeboten, mit dem Ziel, den armen Familien bessere Einkommensmöglichkeiten zu vermitteln.

Zufluchtsherberge: Das Menschenrechtszentrum unterhält ständigen Kontakt mit den Kinderkrippen, getragen von den Einwohnerräten. Außerdem begann man auf einem Grundstück der Diözese mit dem Bau einer kleinen Herberge/Heim für zunächst 25 Kinder, die nirgendwo Platz gefunden haben.

Die Vielfalt des rechtlichen Beistandes:
Folterung in der Ehe:

Armélia ist mit Pedro verheiratet und hat zwei Söhne im Alter von 8 und 14 Jahren. Pedro, der ganz offensichtlich psychisch gestört ist, ist trotzdem anerkannter Angestellter eines großen Unternehmens. Er zwingt sie zu sexuellen Akten, attackiert sie mit verbalen und körperlichen Angriffen, er foltert sie mit einem Messer, mit einer Zange oder mit anderen angsteinflössenden Gegenständen. Die Kinder konnten diese Erniedrigungen nicht mehr ertragen. Doch sie wurden gezwungen dabeizusein und zuzusehen. Sie reagierten depressiv und erniedrigt. Doch sie haben die Mutter ermutigt, körperlichen Schutz einzufordern sowie auf die Trennung, bzw. Scheidung zu bestehen. Dieser Fall geht jetzt mit unserer Unterstützung vor Gericht seinen Weg.

Fast 60 Familien droht die Vertreibung
Die ca. 180 Bewohner von drei Dörfern, die schon mehr als 20 Jahre dort leben, stehen vor der Gefahr, ihr Obdach zu verlieren. Es tauchten zwei Leute auf, die Anspruch auf die Dörfer erhoben. Doch sie konnten nur den Nachweis für eines der Dörfer erbringen. Das Menschrechtszentrum hat die Vertreibungsaktionen angefochten und die Einforderung der Hütten durchgeführt. Obwohl die Miete beträchtlich ist, erfüllen die Hütten nicht einmal Mindeststandards. Das Menschenrechtszentrum hat die Rechtslage geprüft und streitet an der Seite der Bewohner um den Verbleib auf "ihren" Grundstücken, sowie um die Überschreibung, damit ihr Wohnraum gesichert ist.