10. Brasilianische Nacht in Bevergern

Es war wieder ein guter Ort und eine gute Gelegenheit, um Aktuelles zum Projekt "Associaçao Frei Gregório - AFG in Cabedelo zu erfahren. Dazu gab es diesmal noch eine Live-Schaltung über Skype ins Projekt, in dem gerade auch eines der Netzwerktreffen, der 26 Partnerprojekte des Aktionskreises Pater Beda stattfand. Mit dabei war auch Francisco Jossean Bezerra von der Landarbeiterpastoral in Cajazeiras, der zwei Monate lang die Arbeit des Aktionskreises Pater Beda begleitet und unterstützt. Siehe ausführlichen Bericht zur "Brasilianischen Nacht in Bevergern" im aktuellen Stadtmagazin 11/2015 von Hörstel: http://www.stadtmarketing-hoerstel.de/…/Aktuell…/index.html…

Die AFG in Cabedelo - Bundesstaat Paraiba - Nordost-Brasilien

 

Cabedelo ist ein 53.000-Einwohner-Ort im Nordosten Brasiliens. Im Herzen dieses Städchens, unweit vom Strand gelegen, befindet sich das Kinder- und Jugendförderprojekt Assoçiação Frei Gregório – kurz AFG.

2003 gründete die mittlerweile verstorbende Glaube Leite do Egito Reekers das Projekt mit dem Ziel Kindern aus armen Familien zu helfen.

Zu Beginn für 40 Kinder angelegt, stürmen heute jeden Tag 150 Kinder und Jugendliche im Alter von 7 -20 Jahren, aufgeteilt auf Vor- und Nachmittag in "ihre" AFG.

Dort erhalten sie zwei Mahlzeiten und - was viel wichtiger ist - sie werden zusätzlich unterrichtet.

Unermüdlich üben die Pädagoginnen mit den Kindern lesen und schreiben, rechnen und still sitzen. Sie singen und basteln, turnen und tanzen, beten und lachen mit den Kindern und haben ein offenes Ohr für alle kleinen und großen Sorgen. Die Kinder lernen hier, oft zum ersten Mal, ein soziales Miteinander. Sie erfahren Respekt und lernen ander zu respektieren.

 

Die Projektleitung arbeitet eng mit Eltern/Erziehungsberechtigten und den Schulen zusammen.

Einen der gefragten Plätze im Projekt erhält nur, wer regelmäßig zur AFG und zur öffentlichen Regelschule geht und wenn die Eltern, ebenfalls regelmäßig, an den Elternabenden teilnehmen.

 

An die Räumlichkeiten der AFG schliesst sich ein Computerraum an, in dem die Betreuten der AFG sowie 30 weitere Kinder dreimal pro Woche Informatikstunden haben. Auch Senioren aus dem Ort haben hier bereits Computerkurse belegt.

Leonardo, der Leiter des Projektes arbeitet eng mit der Stadt, insbesondere dem Bürgermeister zusammen. Über diese Kontakte bekommt das Projekt monatlich Lebensmittel zur Verfügung gestellt. Eine Bäckerei liefert jeden Tag kostenlos Brot und eine Ordensschwester stiftet regelmäßig Reis und Bohnen.

Finanzielle Unterstützung kommt zu einem großen Teil aus Püsselbüren – der Heimat von Frei Gregorio – (Gregor Reekers). Auch das Kindermissionswerk unterstuetzt die AFG. Die Projektleitung hält Kontakt zu seinen deutschen Helfern und bezieht diese in wichtige Entscheidungen mit ein.

 

Unzufrieden war man damit, dass die Kinder bisher mit 12 Jahren aus dem Projekt ausscheiden mussten. Aus diesem Grund wurde die AFG vor einigen Jahren ausgebaut. Es entstanden, nach den Plänen des Projektleiters Leonardo neue Räumlichkeiten, die genau auf die Bedürfnisse der AFG zugeschnitten sind.

Deshalb können heute auch bereits 150 Kinder und Jugendliche die tägliche Betreuung in Anspruch nehmen. Diese wird dann auch noch mehr auf die einzelnen Altersgruppen und den damit verbundenen Bildungsstand der Kinder zugeschnitten werden.

 

In Computerkursen, Theatergruppen, Kochkursen, Tanzgruppen usw. konnte sich die AFG nun dieser größeren Zahl von Betreuten öffnen.

Unter professioneller Anleitung sollen sie in der AFG wichtige Fertigkeiten lernen, die für den Einstieg in das Berufsleben genutzt werden können.

Das Sozialprojekt AFG will den Kindern und Jugendlichen durch Bildung und soziale Kompetenz den Weg aus der Armut und Abhängigkeit in die Selbstständigkeit und das Berufsleben ebnen, damit sie irgendwann bessere Chancen haben als ihre Eltern.

 

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Zitate:

 

“Die AFG ist für mich mehr als ein Job –Sie ist eine Lebensaufgabe” – Léo, Projektleiter

 

“Alexandre, wo wärst du jetzt, wenn du nicht in der AFG wärst? “

“Auf der Straße!” – Alexandre, 12 Jahre

 

“Ich danke Gott jeden Tag, dass mein Sohn einen Platz in der AFG bekommen hat –er hat sich seit dem so zum Positven verändert!” - Mutter eines Kindes im Gespräch mit den Mitarbeitern der AFG

 

“Lieber Gott, vielen Dank, dass wir wieder einen schönen Tag in der AFG verbringen durften. Segne auch unseren Heimweg!” – Elicleyde, 9Jahre, Gebet vorm Abendessen

 

“Ich werde die Zeit hier nie vergessen – die Menschen haben mein Leben verändert” –Anna Maria, Freiwillige die 6 Monate in der AFG war

Eindrücke vom letzten Partnerbesuch

Projekt-Flyer
AFG-Flyer.pdf
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