Wir starteten in den Tag mit einem spirituellen Einstieg.
Den restlichen Vormittag ging es um Rechte und Gesetze.
Warum das für unsere Partnerorganisationen wichtig ist?
Viele Partnerorganisationen wurden von engagierten Menschen gegründet und dann mit der Zeit größer. Fast alle Partner werden bei ihren Angeboten von Ehrenamtlichen unterstützt- einige funktionieren ausschließlich ehrenamtlich. Auch SoliVida baut auf das ehrenamtliche Engagement der Mitglieder auf. Um sich selbst und die Ehrenamtlichen zu schützen und Transparenz zu schaffen, ist es wichtig über Chancen, Pflichten und Risiken aufzuklären und das Verhältnis schriftlich festzuhalten. Oft fehlt die Zeit, um sich mit strukturellen und rechtlichen Dingen zu beschäftigen. Daher war heute ein Anwalt für Arbeitsrecht zu Gast. Er erklärte, informierte und die Partnerorganisationen konnten Fragen stellen. Außerdem soll gemeinsam ein Dokument erstellt werden, das die Partnerorganisationen dann als Vorlage für eine Vereinbarung mit ihren Ehrenamtlichen nutzen können.
Am Nachmittag gab es dann einen Austausch mit dem Aktionskreis Pater Beda. Bernward Wigger als Vorsitzender informierte gemeinsam mit Theresa Rottmann über die aktuellen Herausforderungen und den Rückgang der zur Verfügung stehenden Mittel. Die Kürzungen des BMZs, der Einbruch der Erlöse bei den Altmaterialsammlungen und die rückläufigen Spenden führen dazu, dass weniger Gelder zur Verfügung stehen. Wir wollen mit unseren Partnern überlegen, wie wir eine faire Verteilung der vorhandenen Spenden ermöglichen. Außerdem möchte der AKPB eine Person im Netzwerk finanzieren, die Erfahrungen mit der Beantragung von Projekten in Brasilien hat. Auch dort gibt es öffentliche Gelder, die Beantragung ist nur häufig sehr kurzfristig, kompliziert und aufwendig. Mit dieser Stelle soll eine Person verantwortlich sein, große organisationsübergreifende Projekte zu schreiben und gleichzeitig beratend für kleine Projekte der einzelnen Partnerorganisationen zur Verfügung zu stehen. Ziel ist es, die Organisationen in diesem Bereich zu schulen, auch damit sie weniger von der Unterstützung aus Deutschland abhängig sind.
Im Anschluss ging es um Datenschutz. Eine Gruppe aus dem Netzwerk hat sich damit auseinander gesetzt und eine Datenschutzverordnung für das Netzwerk erarbeitet.
In einem kurzen Input wurde ein möglicher Austausch von Jugendlichen aus ländlichen Regionen diskutiert. Der Tag endet mit einer kleinen Messe.