Am Sonntag, 18.01.2026 haben wir gemeinsam in Holzwickede in der Liebfrauenkirche Abschied von Schwester Henriqueta genommen.
Pastor Middelanis als langjähriger Wegbegleiter und enger Freund von Schwester Henriqueta zelebrierte die Messe. Mit vielen persönlichen Worten und Beiträgen haben wir gemeinsam Gottesdienst gefeiert. Gestaltet wurde die Messe von vielen Freundinnen und Freunden gemeinsam, sodass wir ein sehr persönliches Gedenken feiern durften. In Predigt, Fürbitten, Gebeten und Gesängen spiegelte sich die große Anerkennung für sie als Mensch wieder: Ihr Kampf um Menschenrechte, ihr Glaube an Gott und an eine gerechtere Welt, ihr Fähigkeiten Menschen zu vereinen und ihre Art als Vertraute, Freundin und lebensfrohe Frau. Voller Trauer und Dankbarkeit kamen wir zusammen um sie als Menschen zu würdigen und uns gemeinsam zu verabschieden.
Viele Menschen machten sich von nah und fern auf den Weg oder haben uns aus der Ferne gedanklich begleitet, um Schwester Henriqueta zu gedenken. Es zeigt, für wie viele Menschen sie – auch in Deutschland – eine wichtige Person war.
Im Anschluss war im Alois-Gemmeke-Haus Zeit für Wiedersehen und persönliche Gespräche. Die Frauen der KFD der Pfarrei Heiliger Franziskus hatten mit viel Liebe eine Stärkung vorbereitet. Beim Anblick der Fotos wurden Erinnerungen geteilt und neue Kontakte sind entstanden. Mit einem kleinen spirituellen Beitrag kehrten wir zu uns selbst, zogen Kraft für die Zukunft und überlegten, was Schwester Henriqueta uns mitgegeben hat, um voller Zuversicht und Hoffnung ihr Vermächtnis fortzuführen.
Ein herzliches Dankeschön an alle, die am Gottesdienst beteiligt waren, insbesondere an die Pfarrei Heiliger Franziskus und an Pastor Middelanis. Danke auch an alle, die persönlich und gedanklich vor Ort waren. Danke für die vielen tröstenden Nachrichten und die große Anteilnahme.
Mit großer Freude und Dankbarkeit wurde die Gedenkfeier in Deutschland auch von Familie, Angehörigen und unseren Partnerorganisationen in Brasilien aufgenommen. Auch dort gab es an verschiedenen Orten "missa de sétimo dia" (Messe am 7. Tag). Das Netzwerk SoliVida hielt eine Messe in Campina Grande, weitere gab es u.a. in Belém, Joao Pessoa.
Trotz der großen Trauer war eines für alle ganz klar: Wir halten zusammen und stehen unserem Netzwerk Solivida in dieser schweren Zeit mit allem, was wir haben, zur Seite.
„Das Leben gehört denen, die mutig sind. Wenn ich sterben muss, dann sterbe ich lieber, als zu schweigen." Schwester Henriqueta
Diese Sätze nehmen wir uns zu Herzen. Es ist die Zeit um mutig zu sein, für Menschenrechte einzustehen und anzuklagen.