Schlußbericht Brasilienreise Mai 2009

Die Stadtverwaltung von Crato hat Hermano und Socorro gebeten, die Kleinkinderförderung im Projekt Nova Vida auszubauen. Am Vormittag werden nunmehr über 60 Kinder in verschiedenen Gruppen gefördert. Die Stadt finanziert die Erzieherinnen. Socorro zeigt uns hier die Aktivitäten. Alle Kinder bekommen im Anschluß täglich eine warme Mahlzeit.





 

 

 

 

Für uns alle reichlich unvorstellbar war der Besuch auf dem Müllplatz außerhalb von Crato, wo Menschen leben und arbeiten. Durch den Einsatz von Hermano ist nunmehr verboten, dass Kinder und Jugendliche dort mit ihren Eltern den Müll sortieren, damit die Familien das Altmaterial verkaufen können. Dies ist die einzige Möglichkeit für die Menschen ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Durch die ständigen Besuche von Hermano, der sich als Vermittler zwischen den Armen und der Behörde in der Stadt versteht, hat er das Vertrauen der Menschen erreicht und die Verwaltung überzeugt, für die Familien ein kleines Häuschen zu errichten, damit die Kinder vom stinkenden und ungesunden Umfeld entfernt werden konnten.


Außerdem setzt sich Hermano als Christ und Rechtsanwalt für die Gefängnispastoral Brasiliens ein (wir hatten bereits darüber berichtet). Den Besuch der deutschen Reisegruppe nahm er zum Anlaß, im Gefängnis einen Solidaritätsbesuch zu machen. Er sorgt dafür, dass die Insassen in den völlig überbelegten Zellen menschenwürdig behandelt werden. Sind es doch vor allem Arme, die in diesen Gefängnissen untergebracht werden, man sagt bis zu 99% sind aus den ärmsten Schichten Brasiliens in solchen Gefängnissen. Jedoch gibt es Kriminalität in allen Bevölkerungsschichten, aber wer Geld hat.....

Dann besichtigten wir noch das Heiligtum um die Verehrung von Pater Cícero in Juazeiro do Norte, einem Wallfahrtsort, der jährlich von 2 Millionen Pilger besucht wird, vor allem von den Armen im Nordosten Brasiliens.

 

 

Im Projekt Nosso Lar in Juazeiro do Norte führen uns die Jugendlichen, die im Projekt gefördert werden, stolz den Capoeira-Tanz vor. Der Leiter Hélio Alves bedankt sich bei den Freunden aus Deutschland für die Hilfe und berichtet von dem jetzt möglich gewordenen Ausbau.

 

Treffen verschiedener Projektleiter während der Brasilienreise mit der deutschen Gruppe, hier in Crato. Auf dem Foto von links: Aline vom Projekt Nova Vida, Leo vom Projekt AFG-Cabedelo, Ivonita vom Kinderdorf in Simoes Filho/Bahia, Antonio Cleide von der Landpastoral in Cajazeiras, Susanne Dietmann und Gisela Kloubert vom Kindermissionswerk Aachen und Udo Lohoff vom Aktionskreis Pater Beda. Nicht auf dem Foto, aber maßgeblich beteiligt waren noch Hermano und Socorro vom Projekt Nova Vida sowie Marcos und Genivan vom Projekt Verde Vida. Von allen wurde dieses Treffen als Ermutigung und hilfreichen Erfahrungsaustausch empfunden.