Vom 15. bis zum 28. April ist Schwester Denise in Deutschland. Als Präsidentin des Netzwerks SoliVida und Vertreterin der Turma do Flau ist sie in den nächsten Tagen noch in Deutschland unterwegs.
In dieser Zeit trifft sie Partner*innen, Spender*innen und Freund*innen und hält Vorträge über die Arbeit des Netzwerks SoliVida sowie über die Arbeit und aktuelle Entwicklungen der Turma do Flau. Seit 35 Jahren ist sie Teil der Partnerorganisation in Brasília Teimosa in Recife.
Seit gestern sind wir mit Schwester Denise unterwegs. Unser erster Halt war Königslutter am Elm. Wir trafen eine Lehrerin des Gymnasiums Anna Sophianeum und wurden zu einem Vortrag beim Seniorenkreis der Stiftskirche Königslutter eingeladen. Ein spannender Austausch mit vielen interessierten Zuhörern.
Wir trafen langjährige Wegbegleiter*innen, die Denise, die Turma do Flau und den Aktionskreis Pater Beda unterstützen. In Vreden durften wir den Eine-Welt-Laden kennenlernen und einige der Ehrenamtlichen treffen. Seit über 30 Jahren kümmern sie sich darum, dass es immer weitergeht. Ein unglaubliches Engagement!
Angefangen hat alles mit Pauline und Walter Gehling, die wir mit großer Freude im Anschluss bei einem Vortrag, organisiert vom Eine-Welt-Kreis Vreden, im Pfarrheim St. Georg wiedertrafen. Viele Nachfragen und der persönliche Austausch ließen die Arbeit von Schwester Denise lebendig werden.
Zwischen den Terminen haben wir viel Zeit für Gespräche und nebenbei bekommen wir viele Einblicke in die Turma do Flau. Denise ist überall involviert und erhält unzählige Anrufe. Auch Schwester Aurieta ruft zwischendurch an und erzählt über den Alltag im Projekt. So berichtete sie Denise beispielsweise davon, dass am Tag zuvor ein 6-jähriger Junge in einer Gesprächsrunde sagte: "Ich möchte, dass die Männer aufhören die Frauen zu töten. Sie müssen aufhören, ihnen weh zu tun." Ein anderer Junge (8 Jahre) war in der Woche zuvor mit seiner Familie aus dem Stadtteil geflohen, denn sein Vater hatte versucht seine Mutter umzubringen. Kinder wachsen in dieser Realität auf.
Die intensive Zeit mit Schwester Denise gibt uns die Chance, zu erahnen, was für sie Alltag ist und sie dennoch immer wieder berührt und trifft. Man kann nur größten Respekt haben vor der Stärke, dem Zusammenhalt und dem Einsatz dieser Frauen.
Wir freuen uns auf die kommenden Tage, viele Begegnungen und lebendige Einblicke in die Arbeit der Turma do Flau und des Netzwerks SoliVida.