Erstes großes Zwischenseminar zum BMZ-Projekt „Solidarität verbindet“ fand nun in Campina Grande/Brasilien statt.

v.l.: Bivar de Sousa Duda, zuständiger Landesminister f. familiäre Landwirtschaft u. Entwicklung im Bundesstaat Paraiba, Udo Lohoff, AKPB, Antonio C. Gouveia, Koordinator des Projektes u. Schwester Joana dos Santos, Leiterin des Kinderprojektes vor Ort
v.l.: Bivar de Sousa Duda, zuständiger Landesminister f. familiäre Landwirtschaft u. Entwicklung im Bundesstaat Paraiba, Udo Lohoff, AKPB, Antonio C. Gouveia, Koordinator des Projektes u. Schwester Joana dos Santos, Leiterin des Kinderprojektes vor Ort

 

Mit insgesamt rund 150 TeilnehmerInnen fand am Samstag, den 2. Juli 2022 das 1. Interregionale Seminar statt, der 10 beteiligten Institutionen des Bundesstaates Paraiba am gemeinsamen Projekt mit dem "Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung - BMZ" unter Beteiligung des Aktionskreises Pater Beda, mit dem Themenschwerpunkt „Stadt-Land-Dialog und Nachhaltigkeit“. Ein Thema, das aufgrund seiner Relevanz bei der Suche nach gerechteren und würdevolleren Lebensbedingungen für Menschen auf dem Land und in der Stadt in Brasilien aktuell aufgegriffen wurde.

Dies ist stets auch der Moment, wobei die Institutionen durch Präsentationen ihre im ersten Jahr der Durchführung des Projektes erzielten Ergebnisse aufzeigen. – Das besondere hierbei sind stets die sehr persönlichen Aussagen / Zeugnisse der Begünstigten der vielfältigen Projektmaßnahmen. So erfährt man hier, welche Auswirkungen die Maßnahmen auf das Leben der Einzelnen und der jeweiligen Gemeinschaft bisher hatten.

 

Auch unser Geschäftsführer Udo Lohoff konnte – während eines kurzen Brasilienaufenthaltes - die kompletten vier Tage am Netzwerktreffen und dem Seminar teilnehmen und hier viele Eindrücke, bewegende Statements und Berichte mitnehmen. – Neben den Powerpoint-Berichten während des eigentlichen Seminars wurde, ein Tag vorab, am Freitag (01.07.) hierzu eigens ein öffentlicher Markt in der Innenstadt aufgebaut, mit den Erzeugnissen der Teilnehmenden aus Stadt und Land zum Verkauf. Übrigens überall unter Anteilnahme und Berichterstattung von Presse, Rundfunk und Fernsehen.

 

Das Seminar war integriert im 33. Netzwerktreffen der Rede SoliVida (Netzwerk Solidarität und Leben), mit Vertretern von 34 Partnerinstitutionen des Aktionskreises Pater Beda in Nordost-Brasilien und fand vom 30. Juni – 3. Juli 2022 in den Räumen des Kleinkinderförderprojektes >Casa da Criança Dr. João Moura< in Campina Grande statt.

 

Am ersten Tag nahm auch Herr Diego Curvo online an der Veranstaltung teil, der das Kindermissionswerk aus Deutschland vertrat und sich zum ersten Mal vorstellen konnte. Er sprach über Veränderungen innerhalb der Projektzusammenarbeit mit dem Kindermissionswerk und der Bereitschaft auch weiterhin als Partner und Förderer mitzuwirken.

 

Unter den Aktivitäten des Programms des ersten Tages führte Professor Jonas Duarte von der Universität Paraíba aus João Pessoa eine Analyse der aktuellen politischen Lage aus, angefangen mit der Geschichte von der portugiesischen Herrschaft bis zur Situation der derzeitigen brasilianischen Regierung und befasste sich zusätzlich mit dem Anwachsen des Faschismus in Brasilien und der Welt.

 

Zur Eröffnung der Veranstaltung wurden die Teilnehmer mit einer kulturellen Darbietung von den Kindern der Casa Dr. João Moura beschenkt, die alle verzauberte.

Der letzte Tag des Netzwerktreffens war für Berichte und Diskussionen über die Anforderungen reserviert, die für eine institutionelle Stärkung notwendig sind, wie die Schaffung der Arbeitsgruppe Kommerzialisierung und Marketing und der Datenbankplattform. Es war auch die Zeit, um über die in Entwicklung befindlichen Schulungen und Dialoge für das nächste Treffen im November 2022 in Arara/PB nachzudenken.

 

Am Sonntag, 3. Juli verabschiedeten sich dann alle TeilnehmerInnen, nach einem gemeinsamen abschließenden Gottesdienst (Danke, Franziskaner-Pater Zezinho) und Mittagessen, mit viel neuem Wissen, Optimismus und der Gewissheit auf bessere Tage im Gepäck.

 

 

ABSCHLUß-FOTO vom Sonntag (03.07.) mit den Vertretern der Organisationen im Netzwerk SoliVida, bereits ohne die 100 Begünstigten aus den 10 Partnerinstitutionen
ABSCHLUß-FOTO vom Sonntag (03.07.) mit den Vertretern der Organisationen im Netzwerk SoliVida, bereits ohne die 100 Begünstigten aus den 10 Partnerinstitutionen

Im Anschluß an das Netzwerktreffen mit Seminar wurden noch drei Partnerinstitutionen besucht, so zu sagen in Aktion, zusammen mit Benedito Soares aus Münster, der dieses Projekt begleitet und den Aktionskreis unterstützt - mit Kamera, Schnitt, Videos und Ideen - in der Darstellung der Ergebnisse des Vorhabens. Hier unterwegs in Cabedelo (Associação Frei Gregório), João Pessoa (Escola São Tiago) und Alhandra (ACVIDA - Associação Cultural Arte e Vida) und mit Unterstützung von Rogério Oliveira, ebenso Koordinator des Projektes (hier zu sehen meist als Verantwortlicher für die Tonaufnahme).

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Kommentare: 3
  • #1

    Frei Walter Schreiber OFM (Sonntag, 17 Juli 2022 03:04)

    Eine sehr interessante und wichtige Initiative. Vielen Dank an die Verantwortlichen. Ohne Stärkung der Zivilgesellschaft einschließlich mit einer ethischen Perspektive wird es in Brasilien noch lange dauern, eine kritische und unanhängige Gesellschaft zu werden. Dies Prozess erfordert konkrete Erfahrungen.

  • #2

    Karl Heinz Efken (Montag, 18 Juli 2022 00:46)

    Eu espero que as atividades propostas possam contribuir para mudanças reais na sociedade brasileira.

  • #3

    Karl Heinz Efken (Montag, 18 Juli 2022 00:54)

    O problema não é a Covid. . O problema é a distribuição da renda no Brasil.
    Sendo assim, acho que os projetos deveriam ser mais reais. Ajudar mesmo, como o povo alemão quer, ele quer saber, ser ajudou
    mesmo ou se o dinheiro foi usado para ajudar a uma propagando do governo alemão.

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