Das Projekt „Verde Vida“ – eine Oase im Landesinneren des Nordosten Brasiliens

 

Heute besuchten wir das Projekt „Verde Vida“ (Grünes Leben) in Catingueira – im weiten Hinterland von Crato. Die Hinfahrt zu dem Projekt war ein regelrechtes „Abenteuer“; denn von Ponta da Serra aus war das Projekt – nach sehr starken Regenfällen in der Nacht zuvor – nur schwer erreichbar. Die nicht asphaltierte Landstraße nach Catingueira wurde an vielen Stellen von großen Wassermassen überflutet und war kaum zu passieren. Groß war daher die Freude, als wir endlich das Projekt „Verde Vida“ trockenen Fusses erreicht hatten – nicht nur bei uns als Besuchergruppe, sondern auch bei den Kindern und Jugendlichen des Projektes, die sich schon auf unsere herzliche musikalische Begrüßung eingestimmt hatten.

 

Schon ein erster Rundgang über das Gelände des Projektes – überall leuchteten uns Wandmalereien und Mosaikgemälde mit Motiven aus dem Sertão (Landesinneren) entgegen - verwies auf den Gründer und Inspirator des Projektes, auf den Maler und Sozialarbeiter Marcos Xenofonte. Das von ihm 1994 gründete Projekt „Verde Vida“ bietet heute ca. 70 Kindern und Jugendlichen aus dem Umland von Ponta da Serra ein Bildungs-, Freizeit- und Kulturprogramm, ohne dessen Angebot sie auf dem Ausbildungs- und Arbeitsmarkt kaum eine Chance hätten. Angeboten werden von einem besonderen Leseprogramm für Grundschüler über ein Informatikkurs für den Besuch weiterführender Schulen auch Kurse für das Erlernen von Musikinstrumenten und Tänzen – u.a. für das Erlernen des Capoeira-Tanzes, einem alten Sklaventanz, der uns zum Empfang mit leidenschaftlicher Körperbeherrschung und Wahrnehmung des jeweiligen Gegenübers präsentiert wurde. Während des Höhepunktes der Corona-Epidemie musste das Projekt vorübergehend geschlossen werden; erst jetzt kann das Unterrichts- und Kursangebot des Projektes unter Einhaltung strenger Corona-Schutzauflagen wieder schrittweise und eingeschränkt wahrgenommen werden, worunter insbesondere das kreative Angebot des Projektes in Mitleidenschaft gerät, so die Leitung des Projektes. Finanziell wird das Projekt nicht nur vom Aktionskreis Pater Beda und dem Kindermissionswerk, sondern derzeit u.a. auch von der brasilianischen Itaú-Bank unterstützt.

 

Abschließender Höhepunkt unseres Besuches im Projekt „Verde Vida“ war die offizielle Wieder-Eröffnung der Parkanlage des Projektes, die der Leiterin des Projektes „Turma do Flau“ in Brasilia Teimosa, Schwester Aurieta, in Dankbarkeit für ihre Inspirationen für die Projektarbeit mit Kindern und Jugendlichen gewidmet wurde. Auf unserem Rückweg besuchten wir schließlich eine Frauengruppe in Ponta da Serra, die sich aus dem Projekt „Verde Vida“ herausgebildet hatte und versucht, sich u.a. durch die Herstellung von Kunst- und Näharbeiten auf den Weg ihrer eigenen Befreiung zu machen. Ihr Name und ihr Programm: „Sonhadoras em Ação - Mulheres fazendo História“ („Träumerinnen in Aktion – Frauen machen Geschichte“) fanden unsere ungeteilte Bewunderung.

Texte aller Posts sind von Franz Schoo, Königslutter und die Fotos von Linus Lohoff, Barcelona

 

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