Brasilianischer Ex-Justizminister zu Gast in Ibbenbüren, spricht zur aktuellen politischen Lage Brasiliens.

EINLADUNG

Im Rahmen verschiedener Informations-veranstaltungen in Berlin, Osnabrück und Münster kommt der Jurist und Politiker José Eduardo Cardozo aus Brasilien auch nach Ibbenbüren.

 

 

Auf Einladung des deutsch-brasilianischem Interessenvereins "IBA e.V." in Münster, des Aktionskreises Pater Beda und des Aktionskreis Teresina St. Ludwig findet eine Informations- und Diskussionsveranstaltung am

 

Dienstag, 15. Januar 2019 um 19 Uhr

 

im „Blick.Punkt“, dem Gemeindehaus der evangelischen Christus-Kirchengemeinde an der Kanalstraße 16 im Zentrum von Ibbenbüren statt.

 

José Eduardo Cardozo ist für eine Woche in Deutschland, um an verschiedenen Orten - insbesondere vor den engagierten Brasilien-Solidaritätsgruppen - über die wirkliche, aktuelle politische Situation zu berichten, kurz nach dem Amtsantritt des neuen brasilianischen Präsidenten, dem Rechtspopulisten Jair Bolsonaro.

 

 

José Eduardo Cardozo ist Ex-Bundestags-abgeordneter, Ex-Bundesjustizminister und Ex-Generalstaatsanwalt Brasiliens und der unermüdliche Kämpfer und Gegner des Impeachments (Amtsenthebungsverfahren) gegen die ehemalige Staatspräsidentin Dilma Rousseff (Foto rechts). José Eduardo Cardozo wirkte bis zum Schluss als ihr Anwalt und verteidigte sie leidenschaftlich.

 

 

Für Herrn Cardozo, der auch Professor für Rechtswissenschaften an der Katholischen Universität von Sao Paulo ist, ist es wichtig, über die Defizite der brasilianischen 'Demokratie', über den Verfall des Rechtsstaates und über die notorischen Diskriminierungsstrukturen in Brasilien zu berichten. Die Berichterstattung hierzulande ist entweder zu kurz gehalten oder verfälscht die Realität. Die Sorge ist groß, dass sich die Gewaltenteilung bereits teilweise aufgelöst hat und man nicht mehr von einem Rechtsstaat sprechen kann, wie Prof. José Eduardo Cardozo immer wieder betont. Nachdem Ex-Präsident Lula da Silva im Gefängnis sitzt wegen Korruptionsvorwürfen, die nicht belegt und bewiesen wurden, scheint es einen Rechtsruck im Lande zu geben. "Schuld ist die Elite Brasiliens, die die Armen nicht aufsteigen sehen will und nun eine Art "politische Justiz" bevollmächtigte, damit Lula da Silva und damit die Armen nicht wieder in den Mittelpunkt der Politik stehen werden“, wird José Eduardo Cardozo noch deutlicher.

 

Foto links: José Eduardo Cardozo im September 2018 zu Gesprächen in den Räumen des Aktionskreises Pater Beda in Hörstel-Bevergern.

 

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