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Zusammenfassung des Seminars in Campo Formoso/Bahia

Märkte der Möglichkeiten

 

Begegnung macht`s möglich. Unsere Marktplätze bieten die Möglichkeit, nicht nur den Wocheneinkauf zu machen und den Bauch zu füllen, sondern auch Herz und Verstand. Über den Austausch zwischen den Menschen, die produzieren und denjenigen, die kaufen, können Themen wie bewusster Konsum oder Geschichte und Herkunft der Produkte Raum finden. Kulturelle Veranstaltungen machen den Einkauf zu einem Erlebnis, dass den Menschen als Ganzen anspricht.

 

Am 12.11.2018 trafen sich Teilnehmende aus dem aktuellen BMZ-Projekt des Netzwerkes Solivida gemeinsam mit dem Aktionskreis Pater Beda, um sich gegenseitig vorzustellen, Erfahrungen auszutauschen und eine Zwischenbilanz zum Projekt zu ziehen. Märkte der Möglichkeiten leistet seit Mitte 2017 einen Beitrag zur Förderung von alternativen Produktionsweisen und Vermarktungsmöglichkeiten. Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene lernen in Kursen und Fortbildungsmaßnahmen zur Imkerei, Anbau von Reis, Obst und Gemüse sowie Produktion von Fisch und Holz in Polykultursystemen mit Fruchtfolgen, zu Kunsthandwerk sowie politischem Theater. Alle Maßnahmen zielen auch darauf ab, die Zielgruppe für Themen wie nachhaltige Produktion, solidarische Vermarktung und politischen Konsum zu sensibilisieren.

 

Die sieben durchführenden Organisationen in den drei Bundesstaaten Piaui, Maranhao und Bahia arbeiten mit einem vielfältigen Publikum in ländlichen und städtischen Kontexten, das sich mit struktureller und sozialer Benachteiligung auseinandersetzen muss.

 

Neben inspirierenden Vorträgen zur Geschichte und Tradition von Märkten, zur Historie der Imkerei in Brasilien und der Kunst, einen Ertrag zu erwirtschaften, wurde insbesondere Raum für die Präsentationen und Reflektionen der Teilnehmenden aus den Projekten geschaffen. Es wurde sehr deutlich, dass an allen Standorten die Produktionseinheiten angelegt werden konnten und eine gute Basis gelegt wurde. Mit viel Stolz präsentierten die Teilnehmenden die Erzeugnisse aus Gärten sowie Kunsthandwerk aus traditionellen Materialien und berichteten von den Erfahrungen aus den Polykultureinheiten (Agroweideforstsysteme, Reis-Fisch-Polykultur). Theater- und Tanzaufführungen mit edukativen und sensibilisierenden Elementen weisen auf die Geschichte und Identität der beteiligten Gruppen hin und sensibilisieren für Themen wie bewussten Konsum und solidarische Ökonomie.

Als große Herausforderung wurde der Zugang zu Märkten herausgestellt, der im kommenden Projektjahr den Hauptfokus darstellt. Über die Errichtung permanenter Marktplätze sowie regelmäßigen Marktveranstaltungen sollen Strukturen für den Verkauf geschaffen werden.

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