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Jugend jetzt - Herausforderungen und Chancen für Solivida

Jugend und Teilhabe

 

Das 21. Netzwerktreffen der Solivida mit inzwischen 28 Partnerorganisationen in Nordostbrasilien und Rio de Janeiro fand erstmals in der Geschichte mit Beteiligung von Jugendlichen aus den verschiedenen Projekten statt. Um den Nachwuchs zu fördern und die Stimme der Jugend zu hören wurden aus allen teilnehmenden Regionen junge Menschen eingeladen. Innerhalb des Netzwerktreffens stellen sie nicht nur ihre eigene Rolle in den Organisationen dar, sondern leben auch den Reichtum der brasilianischen Kultur mit Aufführungen in Tanz, Theater und Musik.

 

Unter dem Motto „Die Jugend ist unsere Gegenwart“ führte Pater Bernd Hante am heutigen Vormittag in seinen Vortrag zur Frage nach der eigenen Identität und Aufgabe in der Gesellschaft ein. Die Teilnehmenden reflektierten ihre Kompetenzen in der Teamarbeit, ihre eigene Persönlichkeit und den Umgang mit Konflikten. Innerhalb einer intensiven Gruppenarbeitsphase wurden Präferenzen hinsichtlich der Kooperation mit anderen Menschen herausgearbeitet. Als ein zentrales Ergebnis wurde deutlich, dass die Zusammenarbeit mit kooperativen und aufgeschlossenen Menschen bevorzugt wird. Als besonders wichtig schätzten die Jugendlichen jedoch ein, mit Menschen zusammenzuarbeiten, die andere Ansichten teilen und weniger offen und kooperativ sind. Vor dem Hintergrund der aktuellen politischen Situation und der Spaltung der Gesellschaft erklärten die Jugendlichen, dass sie gerade jetzt gefragt seien, den Dialog mittels ihrer Kommunikationskompetenzen und Konfliktfähigkeit fortzuführen und zu intensivieren. Am Nachmittag vertieften die Jugendlichen ihre Kenntnisse innerhalb verschiedener Intensivworkshops zu Themen wie Landwirtschaft und Umweltschutz, Identität in der familiären Landwirtschaft, Sexualität, Gewalt, Kommunikation und künstlerischer Ausdruck. Der Tag fand seinen Abschluss in beeindruckenden künstlerischen Präsentationen der Partnerprojekte sowie einer ergreifenden Aufführung der der Theaterkompanie ACRA – Wurzeln und Flügel zur Landwirtschaft im Sertão und der Problematik der Landflucht.

 

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Kommentare: 3
  • #1

    Franz Schoo (Chico) (Sonntag, 11 November 2018 17:31)

    Ich wünsche dem Netzwerktreffen Solivida in Campo Formoso weiterhin viele konstruktive und ermutigende Gespräche - gerade in einer Zeit, in der nicht ermutigende Nachrichten aus Brasilia kommen. Möge der solidarische Geist des Netzwerktreffens zu einer Quelle der Kraft, der Ermutigung und Zuversicht in den 28 Partnerschaftsprojekten werden! - Schön, dass auch die Jugend aus den Partnerschaftsprojekten ihre Stimme einbringen und sich präsentieren kann!
    Viele Grüsse an alle,
    Franz Schoo (Chico)
    aus Königslutter

  • #2

    Maria Lohoff (Montag, 12 November 2018 13:06)

    Es ist eine Freude zu sehen, mit wie viel Interesse und Konzentration die jungen Leute beteiligt sind. Hoffen wir, dass es auch in den nächsten Jahren so bleibt. Bleiben wir optimistisch.
    Maria

  • #3

    Eckart Deitermann (Montag, 19 November 2018 18:02)

    Ich freue mich mit allen Netzwerkern von Solivida, dass das gemeinsam Treffen mit vielen Jugendlichen stattfindet, die ihre vielen guten Interessen einbringen. Es werden sicher eine Menge neuer Ideen für eine gute gemeinsame Zukunft entwickelt gerade angesichts der aktuellen gesellschaftlichen Herausforderungen in Brasilien.
    Ich wünsche allen viel Mut, Optimismus, ,Kraft sowie Vertrauen auf Gottes gutes Geleit!
    Liebe Grüße
    "Don Eckardo" - Eckart aus Nordhorn