AKTUELLES - Jeden Montag neu: 28. November 2016 und noch aktueller auf unserer

Teilnahme am "Runden Tisch Brasilien 2016"

KoBra Runder Tisch 2016 -
Aktionskreis Pater Beda e.V. mit Udo und Maria Lohoff sowie Theresa Rottmann beim „Runden Tisch 2016 – Brasilien im Umbruch“, organisiert durch die Kooperation Brasilien (KoBra), einem Ländernetzwerk, das als Verbindungsstelle zwischen Organisationen der Entwicklungszusammenarbeit, Akteuren sozialer Bewegungen und wissenschaftlicher Organisationen und der Öffentlichkeit fungiert und für die Stärkung sozialer Bewegungen im Sinne einer gerechten und nachhaltigen Welt steht.
Am Wochenende 18.-20. November 2016 in Bonn-Venusberg mit Debatten zur Demokratie in der Krise u.a. mit Dom Roque Paloschi, Erzbischof von Porto Velho und Präsident des brasilianischen Indianer-Missionsrates CIMI (Conselho Indigenista Missionário) und Schwester Henriqueta Cavalcante (Comissão Justiça e Paz), die langjährig mit dem Aktionskreis Pater Beda e.V. verbunden ist. Weiterhin mit Beiträgen und Diskussionen zur Umweltrechten und Territorien sowie zu sozialen Bewegungen und ihren Strategien für die Zukunft.
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Innerhalb eines Arbeitsforums zu „Sexueller Gewalt: Ausbeutung im Kontext von Großprojekten“ stellten Henriqueta Cavalcante (Comissão Justiça e Paz) und Keila Marães (Caritas Belém) die Großprojekte im Amazonasgebiet als einen aggressiven Akt gegen die Menschenwürde heraus und illustrierten die vielschichten Auswirkungen der Projekte auf die Natur und auf die Bewohner, insbesondere in Bezug auf die sexuelle Ausbeutung und Gewalt gegenüber Kindern, Jugendlichen und Frauen, die sich in einen Teufelskreis von Drogen-, Waffen- und Menschenhandel einschließen. Als zentrales Ziel der Arbeit betrachten die Aktivistinnen das Empowerment der Betroffenen, sodass diese in die Lage versetzt werden, die ihnen wiederfahrenden Verbrechen anzuprangern.
Innerhalb weiterer Foren wurden Themen wie der Kampf Indigener um Existenz und Territorium in Zeiten politischer Krisen, der Dammbruch bei Mariana, Biodiversität und das Recht auf Stadt bearbeitet.
Auf dem Markt der Möglichkeiten stellten teilnehmende Organisationen ihre Arbeit vor, so auch der Aktionskreis Pater Beda mit dem Projekt „Säen und Ernten – auf Wegen sozialer und ökologischer Verantwortung zu Einkommensalternativen – urbane Landwirtschaft in Nordostbrasilien“.

15. Netzwerktreffen und BMZ-Seminar in Recife

Hier einige Eindrücke vom 15. Netzwerktreffen der Partner des Aktionskreises Pater Beda in Recife, im Projektgebäude der "Gemeinschaft der Kleinen Propheten" (4.-6. November 2016). Im Anschluß fand das Zwischenseminar des BMZ-Projektes "Säen und Ernten" statt (7. November 2016), wobei die ersten Ergebnisse des 2-jährigen Projektes dargestellt wurden und auch die eigentliche Zielgruppe zu Wort kam. Eines der Höhepunkte war die Aufführung des beiden Rollenspiele des Projektes "Nosso Lar" (Unser Zuhause) aus Juazeiro do Norte, die ja im Juni 2016 in Deutschland diese Wirklichkeit in Schulen und Pfarrgemeinden dargestellt haben. Erich Rump und Udo Lohoff nahmen an all' diesen Aktivitäten teil und waren überrascht über die bisherigen Ergebnisse des Projektes und das große Engagement aller Beteiligten und deren Begeisterung.

Leben und arbeiten unter einer Brücke.

Unterwegs mit Schwester Denise und Schwester Graça vom Kinder- und Jugendförderprojekt „Turma do Flau“ in Recife besuchen wir einige der Kinder, die im Projekt gefördert werden in ihrem Zuhause. Die unwürdigen Lebensverhältnisse der Kinder und ihrer Familien machen betroffen. Hier leben Fischerfamilien, die ihren Lebensunterhalt über die Verarbeitung und den Verkauf von Miesmuscheln bestreiten müssen. Die Erträge gehen durch die Umweltzerstörung und die verschmutzten Flüsse stark zurück, was die Familien zunehmend in den Teufelskreis von Armut und Elend herabzieht. Das Projekt Turma do Flau ermöglicht der ersten Generation von Kindern, aus diesem Teufelskreis auszubrechen. Den jungen Menschen wird vermittelt, dass sie gleichwertige Bürger mit den dazugehörigen Rechten und Pflichten sind. Über die Aktivitäten und die Bildung im Projekt spüren sie tagtäglich die Kraft zur Veränderung ihres eigenen Lebens. Im Gespräch mit Schwester Denise bedankt sich Dona Vera für die Chancen und Möglichkeiten, die ihren Kindern bei der „Turma do Flau“ zu Gute kommen.

Treffen der Projekte in Campo Formoso/Bahia

Am Wochenende fand das Treffen der drei Partnerprojekte des Aktionskreises Pater Beda in Campo Formoso statt, ACRA, CARIAM und LiderAçao. Hierbei wurden die verschiedenen Aktivitäten vorgestellt, die diese Projekte umsetzen. Hier einige Fotos von den verschiedenen Veranstaltungen. Udo Lohoff vom Aktionskreis Pater Beda konnte sich von den herausragenden Aktivitäten insbesondere mit den Kinder und Jugendlichen von Campo Formoso überzeugen und gleichzeitig war es mal wieder eine wichtige Aktion des Netzwerkes SoliVida. Pater Roy begleitet Udo auf der Reise und gestaltete in der großen Stadtkirche den Fest-Gottesdienst zum Weltmissionssonntag. Die Fotos wurden von Roseana gemacht und zusammengestellt, mit Unterstützung von Andressa, die beide für das Netzwerk arbeiten.

Aktuelle Nachrichten von Udo Lohoff aus Brasilien! - Begegnungen beim Menschenrechtszentrum der Diözese Nova Iguaçu.

Im Ortsteil Vila de Cava in Nova Iguaçu im Bundesstaat Rio de Janeiro ereignete sich folgende unfassbare Geschichte. Eine junge Frau, bei der der Geburtsvorgang bereits begonnen hatte, kommt noch rechtzeitig in die Notfallaufnahme. Dort angekommen ist kein Arzt vor Ort und der Krankenwagen gerade zu einem anderen Notfall gerufen worden. Es ist keine Zeit mehr und die Mutter der jungen Frau begleitet ihre Tochter in die nächste Polizeistation, damit diese mit einem Fahrzeug schnell gemeinsam das nächstgelegene  Krankenhaus aufsuchen können. Dann ist es aber schon soweit und die junge Frau bekommt ihr Baby auf einer Sitzbank auf einem öffentlichen Stadtplatz. Schaulustige sind schockiert und eine Frau filmt die Geschehnisse mit ihrem Handy. Zum Glück kommt gerade eine Krankenschwester vorbei und versorgt Mutter und Baby notdürftig, beide sind noch mit der Nabelschnur verbunden und werden unter Mithilfe von Passanten in das Polizeiauto getragen. So kommt sie dann ins Krankenhaus, in dem dann endlich alles Notwendige getan wird. Baby und Mutter haben trotz der Widrigkeit alles gut überstanden und sind danach wohlauf.

Das Video erscheint kurz darauf im Internet und ein Fernsehsender sendet sensationsgeladen diese Bilder am Folgetag. – Die junge Mutter, Luciana ist nach ihren Angaben 23 Jahre alt und bekam nun ihr drittes Kind. Gemeinsam mit Guilherme, Rechtsanwalt im Menschenrechtszentrum von Nova Iguaçu haben wir Luciana am Mittwoch (19.10.) aufgesucht in einer Favela, die einen schlechten Ruf hat, weil sich Drogenbanden bekämpfen. Die Familie von Luciana hatte schon im Vorjahr das Menschenrechtszentrum aufgesucht und um rechtlichen Beistand gebeten, da die 17-jährige behinderte Schwester von Luciana wegen  zunächst Fehlbehandlungen und später fehlender Hilfeleistung in einem anderen Krankenhaus verstorben war. Der Prozess gegen das städtische Krankenhaus läuft noch.

Lucianas Sorge ist eigentlich mehr, dass das entstandene Video wieder aus dem Internet verschwindet. Wir haben versucht zu erklären, wie wichtig es ist, auch die zuständige Stadtverwaltung zu verklagen, die nicht für eine angemessene Ausstattung der Gesundheitsnothilfe-Stationen (UPA) sorgt. Im Fernsehbericht wird der Bürgermeister heftig angegriffen und verantwortlich gemacht für dieses Drama, das Luciana erleben musste. Deshalb ist die Anzeige gegen die Verantwortlichen so wichtig, damit sich solche schlimmen Vorfälle nicht wiederholen.

Früh morgens am Donnerstag (20.10.) bin ich noch einmal mit der Vorsitzenden des Menschenrechtszentrums, Schwester Yolanda Florentino dorthin zurückgefahren. Wir konnten uns im Gespräch darauf verständigen, dass sich Luciana in der kommenden Woche, zusammen mit ihrer Mutter, Dona Fátima, in der Sprechstunde der Rechtsabteilung des Menschenrechtszentrums über das weitere Vorgehen informiert. – Ohne diese kostenlose Rechtshilfe, die maßgeblich vom Aktionskreis Pater Beda und dem Kindermissionswerk unterstützt und finanziert wird, hätten die Armen nie eine Chance, zu ihrem Recht zu kommen.

http://noticias.r7.com/rio-de-janeiro/balanco-geral-rj/videos/mulher-da-a-luz-no-meio-da-rua-em-nova-iguacu-19092016

Der Aktionskreis schickt 5.000 € als Nothilfe nach dem Hurrikan zum Partnerprojekt in Jacmel.

Helfen auch Sie mit, dass die erste große Not gelindert werden kann. Pastor Roy schreibt, telefoniert und steht mit uns im Kontakt. Er, sein Bruder Jean Marc und das gesamte Team wollen helfen, dort wo Hilfe benötigt wird. Die Menschen brauchen Nahrung und sauberes Trinkwasser.

Die Projektgebäude sind nur leicht beschädigt, aber die Bevölkerung im Umkreis ist, wie alle Menschen in ganz Haiti, schwer getroffen. Sie klopfen auch an die Tür des Projektes "Stiftung Johannes Paul II."- Deshalb hat der Aktionskreis Pater Beda außerhalb der regelmäßigen monatlichen Förderung 5.000 € Soforthilfe dem Projektpartner geschickt, damit die größte Not gelindert werden kann. Die Mittel sind jedoch aus dem Topf der Projekt-Unterhaltskosten finanziert worden, in der Hoffnung, dass sich Spender finden, die mithelfen werden.

Helfen Sie mit Ihrer Spende!

Spendenkonto: Aktionskreis Pater Beda

Stichwort Haiti

DKM - Darlehenskasse Münster

IBAN: DE51 4006 0265 0022 4442 00

BIC: GENODEM1DKM

Nach dem Hurrikan: Haiti braucht Hilfe

Auf dem Land fällt regional bis zu 80 % der Ernte aus, so dass neben Trinkwassermangel Hungersnöte drohen.

Obdachlosigkeit, Hunger und Seuchengefahr!

Eine Woche nach dem Durchzug des Hurrikans «Matthew» mit Windgeschwindigkeiten bis zu 250 Kilometern pro Stunde lässt sich eine vorläufige Bilanz der jüngsten Katastrophe ziehen. Sie ist wie erwartet gravierender, als die ersten offiziellen Meldungen andeuteten.

500 000 Kinder in akuter Not

Auch wenn sichere Zahlen noch immer fehlen, muss – wenn auch die abgelegensten Gebiete erfasst sind – mit über 1000 Todesopfern und einem Mehrfachen davon an Verletzten gerechnet werden. Mindestens 350 000 Personen sind laut Schätzungen der Regierung obdachlos geworden; die Hilfswerke schätzen, dass eine halbe Million Kinder in akuter Not ist.

 

Gespräch mit dem Bundesentwicklungsminister Dr. Gerd Müller in der Jugendburg in Borken-Gemen.

Die Bundestagsabgeordneten Johannes Röring und Karl Schiewerling hatten gemeinsam mit dem Bistum Münster die Engagierten aus den Eine-Welt-Gruppen und den Sachausschüssen für Mission-Entwicklung-Frieden aus dem Münsterland eingeladen, zu einem Vortrag, zur Begegnung und zum direkten Gespräch und Erfahrungsaustausch mit dem Bundesminister für wirtschaftliche zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) Dr. Gerd Müller. Der Minister referierte in seinen Statement über "Eine Welt - Unsere Verantwortung" und nahm kein Blatt vor dem Mund um zu verdeutlichen, was wirklich notwendig ist, damit die Menschen in der sogenannten 3. Welt aus dem Teufelskreis der Armut herauskommen. Entwicklungshilfe alleine kann dies nicht lösen, es braucht vor allem gerechtere Weltwirtschaftsbeziehungen und gerechtere Preise. "Oft sind es die Überproduktionen der reichen Nationen, die die Entwicklung in den armen Ländern blockieren", so der CSU- Bundesminister.
Durch Vermittlung des Bundestagsabgeordneten Johannes Röring aus Vreden nahm sich der Minister Zeit und sprach kurz mit Maria und Udo Lohoff über das gerade gestartete Kooperationsprojekt zwischen dem BMZ und dem Aktionskreis Pater Beda: "Säen und Ernten - Auf Wegen sozialer und ökologischer Verantwortung zu Einkommensalternativen - Urbane Landwirtschaft in Nordostbrasilien", das mit 7 Partnerprojekten durchgeführt wird und über 1.000 Familien aus Armenvierteln direkt begünstigt und noch bis Ende 2017 läuft. Dr. Müller war sehr angetan von den Massnahmen, die im Projekt umgesetzt werden und nahm die Informationsbroschüre (PDF siehe unten) über das Vorhaben für den Rückweg mit nach Berlin, um weitere Details zu erfahren.

Info-Flyer "Säen und Ernten"
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Endlich Nachrichten aus Jacmel / Haiti

Zerstörerische Auswirkungen durch den Hurrikan Matthew in Haiti

Nach den Berichten von Pastor Roy, die uns nun endlich erreichten, haben in Jacmel und näherer Umgebung die Menschen dort das Unwetter überlebt. Durch die gute Vorsorge im Projektgelände der Stiftung „Johannes Paul II.“ kam es nur zu Sachschäden. Trotzdem sind nun die Sorgen bei Pastor Roy und seinem Bruder Jean Marc riesengroß.

Hier Fotos von Pastor Roy und einige Zeilen, die er uns per Whatsapp nun aus Jacmel geschickt hat:

„Im Gegensatz zur armen Bevölkerung hier, hatten wir die Möglichkeit, Vorsorge zu treffen. Einige Bäume wurden gefällt und die Fenster mit Brettern gesichert. Es konnte dadurch verhindert werden, dass der Sturm in die Gebäude gelangt und durch den gewaltigen Druck in der Lage ist, die Dächer abzuheben, wie es ja auch in weitläufigen Regionen geschehen ist. An einer Stelle sind Bäume des Nachbargrundstücks auf unsere Grenzmauer gefallen und haben diese beschädigt.

Seit knapp einem Jahr bewirtschaften wir ja einen großen Obst- und Gemüsehof, der zur Ernährung und zum Unterhalt des Projektes erheblich beiträgt. Dieser Hof liegt etwas außerhalb der Stadt und wurde dem Erdboden gleich gemacht. Das ist nun unser größtes Problem. Wir müssen von vorne anfangen, die Bananen z.B. warfen gerade die erste Ernte ab, alles ist zerstört. Und wie man sich vorstellen kann, schießen die Preise für Lebensmittel durch die große Knappheit in die Höhe und dies wird uns noch lange begleiten.

Unsere mühsam aufgebaute Struktur für den Projektalltag ist dadurch nicht mehr vorhanden. Für viele Menschen geht es vor Ort erst einmal darum, zu überleben. Das prägt natürlich auch unser Handeln. Immer mehr Menschen kommen zum Projekt und bitten uns um Hilfe in ihrer Not. – Am Montag (10.10.) soll der Unterricht wieder starten, nachdem in dieser Woche natürlich alles geschlossen war. Jedoch können über 30 unserer Schülerinnen und Schüler wohl am Montag noch nicht wieder am Unterricht teilnehmen, da eine Verbindungsstraße komplett weggeschwemmt wurde. Der Fluß in unserer Nähe hier und das Meer haben sich am Sturmtag vermischt. Die Folgen sind nicht absehbar.“

Ohne Zweifel benötigt das Projekt nun kurzfristig unsere besondere Hilfe, Unterstützung und Aufmerksamkeit. Bitte helfen Sie uns dabei.

Weitere Informationen zur Lage in HAITI hier klicken!

Unser Spendenkonto bei der

DKM – Darlehnskasse Münster

Stichwort: Jacmel/Haiti

IBAN: DE51 4006 0265 0022 4442 00

Vertrauen und Offenheit

Der Aktionskreis Pater Beda freut sich über die Anerkennung seiner langjährigen Arbeit in Deutschland und Brasilien. Das Deutsche Zentralinstitut für soziale Fragen (DZI) hat uns im Juli 2015 bestätigt, dass wir mit den uns anvertrauten Mitteln sorgfältig und verantwortungsvoll umgehen. Dies unterstreicht unsere Anstrengungen, die Arbeit vom Aktionskreis Pater Beda umfassend und transparent darzustellen.

 

MEHR

Dank an die Helfer der Sammelaktion in Geeste

Geeste-Dalum: Danktreffen für die langjährigen Helferinnen und Helfer der Pater-Beda-Sammelaktion.

 

Über 50 Personen waren gekommen zu diesem Dank, zum Austausch und auch zu manchen Informationen über die Arbeit des Aktionskreises Pater Beda, jetzt nach dem Tod von Pater Beda. Nach über 42 Jahren ist es nun soweit. Die Bevölkerung kann weiter ihre Kleidung/Textilien in die aufgestellten Altkleider-Container im gesamten Gemeindegebiet von Geeste einwerfen, aber die Straßensammlung wurde eingestellt.
Viele Landwirte waren gekommen, die Vertreter der Geschwister-Scholl-Schule, allen voran Schulleiter Hermann-Josef Schulten, der die Gäste in der Schulmensa begrüßte und in den Abend einführte. Ulrich Wallura und seine Frau Annemarie waren sichtlich bewegt, nach all' den Jahren "Herz, Leitung und Haus der Idee und der Aktion gewesen zu sein", dankten den Freunden und stellten heraus, dass alle wie selbstverständlich und regelmäßig dreimal im Jahr für einige Stunden geholfen haben. "Und wer plötzlich keine Zeit hatte, der sorgte selbst für Ersatz". "Und nur so sei es möglich gewesen, verläßlich alle Straßen in den Gemeindeteilen stets "sauber" abzufahren", fuhr Ulrich Wallura fort. - Maria und Udo Lohoff waren aus Bardel gekommen und konnten berichten, dass die Arbeit in Deutschland und in Brasilien weitergeht. Der Verein ist gut aufgestellt und Pater Beda hat auch in Brasilien bereits früh dafür gesorgt, dass sein Lebenswerk fortgeführt werden kann. Dort hat sich ein Netzwerk der insgesamt 26 Partnerprojekte des Aktionskreises gebildet, mit dem Namen "SoliVida" - "Solidarität und Leben". - Dem ganzen folgte anschließend noch ein gemütlicher Teil mit einem lebendigen Gedankenaustausch. Die Bevölkerung, die Geschwister-Scholl-Schule, die Pfarrgemeinde und die Gemeinde Geeste werden auch in Zukunft dem Aktionskreis Pater Beda treu bleiben, war die Meinung der Anwesenden.

Freunde aus Brasilien besuchen das Grab von Pater Beda in Bardel !

ÜBERSETZUNG

Viel Emotionen und Dankbarkeit für das Leben von PATER BEDA !

Am Donnerstag (22.09.) besuchte die Gruppe der Ilha de Deus aus Recife, während ihrer Tournee durch Deutschland mit der Kinderkulturkarawane, das Kloster der Franziskaner in Bardel/Bad Bentheim, in dem Pater Beda gelebt und gewirkt hat. Hier haben die brasilianischen Freunde am Grab von Pater Beda ihre Hochachtung zum Ausdruck gebracht, für diesen Franziskaner, der sein ganzes Leben den Armen in Brasilien und der Welt gewidmet hat.

Die Gruppe wurde empfangen von Herrn Bernward Wigger, dem Vorsitzenden des Aktionskreises Pater Beda, begleitet von unserem Freund und Bruder Raphael Lohoff. Es waren Momente voller Emotion, Tränen und mit Gesang einiger Lieder aus Brasilien, die Pater Beda so liebte.

Wir von der Ilha de Deus (Gottesinsel) haben allen Grund immer unseren Freunden wie Pater Beda, Udo, Maria, Bernward, dem Aktionskreis Pater Beda und andere Partner in Deutschland zu danken. Danken für den Aufbau unserer Sozialschule „zu Leben wissen“ und im Jahr 2009 unsere Tanz- und Theatergruppe zum ersten Partneraustausch nach Deutschland eingeladen zu haben. Durch die langjährige Unterstützung war es nun möglich, dass weitere junge Leute von der Ilha de Deus vorbereitet werden konnten, um bei vielen Aufführungen die Bedeutung für den weltweiten Umweltschutz zu propagieren.

Text: Edy Rocha - Projektkoordination

Fotos: Edy Rocha / Anna Eymess / Nalvinha da Ilha

Kontakt: centrosaberviver@hotmail.com

 

Besuch beim Kindermissionswerk in Aachen

Austausch zum Thema Wirkungsbeobachtung: Der Aktionskreis Pater Beda e.V. mit seinem Vorsitzendem Bernward Wigger und Udo Lohoff im Gespräch mit dem Kindermissionswerk in Aachen.

 

"Die Möglichkeiten der Wirkungsbeobachtung werden bei der zukünftigen Planung, Durchführung und Evaluierung von Projekten mit unseren Partnern des Netzwerkes Solivida in Bezug auf die Qualitätssicherung und auch die Weiterentwicklung als Organisation sowie als Netzwerk von hohem Nutzen sein", so das Fazit des Aktionskreises.

Wie geht es weiter mit dem Aktionskreis Pater Beda?

Eine Abordnung des Katholischen Kaufmännischen Vereins (KKV) aus Gronau war am 27.8. zu Besuch im Kloster Bardel. Wie geht es weiter mit dem Aktionskreis Pater Beda und wie läuft die Arbeit, ein Jahr nach dem Tod von Pater Beda? Davon konnten sich genau 23 Mitglieder des Vereins nun sehr gut ein Bild machen. Nach dem Besuch auf dem Kloster-Friedhof und dem Kaffeetrinken gab der Geschäftsführer Udo Lohoff während eines Vortrages einen Einblick in die aktuelle Arbeit des Aktionskreises hier in Deutschland und auch gemeinsam mit den Partnerprojekten in Brasilien. Später wurde noch das neu eingerichtete Museum besucht mit dem "Pater Beda Gedächtnisraum" und alle nahmen um 18 Uhr an dem Vorabendgottesdienst in der Klosterkirche teil - siehe auch Fotos und Zeitungsartikel. Nach einmütiger Aussage der Teilnehmer, ein sehr informativer Nachmittag, mit der Erkenntnis, dass der Aktionskreis wirklich ein großes Netzwerk in Deutschland und Brasilien aufgebaut hat und sehr bemüht ist, unaufhörlich die Interessen der Armen zu vertreten.

Brasilien aktuell: Nun wird es schwieriger für die sozialen Bewegungen!

Aus unserer Sicht ist die Entscheidung gestern des Senats in Brasilien ein Angriff auf die Demokratie Brasiliens. Die Ankläger wollen vor allem von ihrem eigenen korrupten Verhalten in Wirtschaft und Politik ablenken.
Aus den Gesprächen mit unseren Partnern vor Ort, wird deutlich, dass es die sozialen Bewegungen nun wieder viel schwerer haben werden, bishin zur Kriminalisierung der sozialen Bewegungen. Bei dieser neuen Führung des Landes, die nun seit einem Tag an der Macht ist, wird es notwendig sein, dass unsere Freunde im Netzwerk SoliVida noch enger zusammenarbeiten, damit die Stimme der zu Unrecht verarmten Bevölkerung in Zukunft klar gehört wird.

Lesen Sie hierzu auch das aktuelle Interview mit Frei Betto, dass von heute.de veröffentlicht wurde. Wir sind auch ganz seiner Meinung.

http://www.heute.de/brasiliens-praesidentin-rousseff-abgesetzt-linker-vordenker-frei-betto-sieht-darin-einen-putsch-gegen-die-demokratie-45046992.html

Gebet

zum Todestag von Pater Beda

Lieber Beda, Du warst ein Freund und Kämpfer für die Armen und Entrechteten. Du hast ihnen nicht nur Dein Herz geschenkt, sondern dafür gesorgt, dass insbesondere die benachteiligten und armen Menschen im Nordosten von Brasilien neue Hoffnung schöpfen konnten. Zusammen mit Deinen Freunden hast Du eine Vielzahl an Bildungs- und Sozialprojekte ins Leben gerufen und weiterentwickelt. Dafür sagen wir im Namen dieser Menschen unseren ganz besonderen Dank. Du selber hast uns in Deinem geistlichen Testament unseren zukünftigen Auftrag an die Hand gegeben:

„Wir müssen es noch erleben, dass alle Menschen einen vollen Teller haben!“ Diese  Zukunftsvision ist für uns weiterhin Ansporn für die Arbeit im Aktionskreis Pater Beda.

Gott, mach uns zu einem Werkzeug deines Friedens, dass wir lieben,

wo es nötig ist,

dass wir Hoffnung bringen, wo Verzweiflung quält,

dass wir ein Licht anzünden, wo die Finsternis herrscht.

Denn wer sich für Andere hingibt, der empfängt;

Wer nicht nur an sich selbst denkt, der findet. -

 

Und so dürfen wir glauben, dass Pater Beda ganz in Gottes Liebe

geborgen ist und nun auf andere Weise für die Menschen sorgt.

 

Eckart Deitermann, Diakon i.R.

 

Liebe Freunde,

vor einem Jahr ist unser aller Freund Pater Beda verstorben.

Der Todestag jährt sich am Dienstag, den 16. August und wir wollen seiner im Gebet gedenken.

 

Am Sonntag, den 21. August 2016 werden wir dies in der Gemeindemesse um 11:30 Uhr in der Liebfrauen-Gemeinde in Holzwickede tun (Hauptstr. 51 – 59439 Holzwickede). Pater Beda ist im Nachbardorf Opherdicke geboren und getauft worden, das heute zur Pfarrgemeinde von Holzwickede gehört. Anschließend gibt es im Alois-Gemmeke-Haus, direkt neben der Kirche, die Gelegenheit zur Begegnung bei einer Mittagssuppe. Wir würden uns freuen, wenn neben seiner Familie auch seine Freunde, insbesondere aus der näheren Umgebung, teilnehmen.

 

Unser guter Freund und Künstler Marcos Xenofonte hat während seines letzten Aufenthaltes in Deutschland das hier gezeigte, sehr gelungene Bild von Pater Beda gemalt. Pater Wilhelm hatte es für den "Pater-Beda-Gedächtnisraum" im Brasilien-Museum im Kloster Bardel gebeten.

 

Es grüßen Euch alle herzlichst

Bernward Wigger, Maria und Udo Lohoff

DANKSCHREIBEN VOM PROJEKT NOSSO LAR, NUN ZURÜCK IN JUAZEIRO DO NORTE/CE – BRASILIEN

 

Übersetzung

 

Liebe Freunde,
vielen Dank für die Einladung und für das uns erwiesene Vertrauen.

Ihr könnt Euch nicht vorstellen, was diese Erfahrung bei Euch mit unseren Kindern und Jugendlichen, für unser Projekt Nosso Lar bedeutet.

 

Wir sind gestärkt zurückgekommen und können nun noch besser unsere Botschaft hier in Brasilien leben und vorstellen – eine neue Zeit ist angebrochen.


Unsere jungen Leute teilen sich nun anders mit als vorher und sind auch in der Lage, das Erlebte den Kindern und Jugendlichen, die im Projekt blieben, weiterzugeben, all’ die Begegnungen und inhaltlichen Erfahrungen, die sie in diesen 35 Tagen in Deutschland gemacht haben.


Gestern (Sonntag, 17. Juli) hatten wir ein Treffen ausschließlich mit den Familien der Kinder, die in Deutschland waren und es war beeindruckend zu erleben, wie die Eltern darüber sprachen, dass ihre Kinder „anders“ wiedergekommen seien.


 "Sie sind die gleichen, aber verändert sind sie schon", "sind der Familie noch enger verbunden und leben bewusster", „sie vergleichen zu jeder Zeit unsere politischen und sozialen Verhältnisse mit denen in Deutschland“, und auch „die verschiedenen Einstellungen und Haltungen innerhalb der Gesellschaften“.

 

So haben es die Eltern ausgedrückt, die sehr dankbar sind für alles, was das Projekt für die Kinder und Jugendlichen bereits getan hat und tut, und sie haben sich auch bei Euch bedankt, bei den „Freunden aus Deutschland“ für die gute Betreuung, für die Unterstützung und überhaupt für die tolle Möglichkeit dieser Begegnung.


Auch wir möchten uns auf diesem Wege bei Euch bedanken, liebe Freunde, bei Udo, Maria, Melanie, Raphael, bei Marina, Frauke und Reinhard, bei Euren Nachbarn und allen anderen, die dies alles erst möglich gemacht haben.

 

Hier noch einige Fotos von der Versammlung gestern.

 

In enger Verbundenheit und Freundschaft mit Euch allen

grüßen
Edivania und Hélio

 

Unsere Freunde sind in Brasilien gut gelandet. - Hier noch Fotos vom Abflug heuete morgen in Frankfurt. Jeder konnte 2 x 32kg mitnehmen und das wudre gut ausgenutzt. Viel Wäsche, viele kleine Geschenke und auch das Material der Aufführungen.

Vier Gottesdienste wurden von den brasilianischen Gästen in der Pfarrei St. Mauritius und Maria Magdalena in Ibbenbüren mitgestaltet (25./26. Juni 2016).

Am letzten Juni-Wochenende gestalteten unsere brasilianischen Freunde die Gottesdienste in St. Mauritius Ibbenbüren und Maria Magdalena in Ibbenbüren-Laggenbeck. Am Samstag Abend organisierte Frauke Löpmeier, die bereits im Jahre 2010 einen Freiwilligendienst im Projekt Nosso Lar geleistet hatte, einen Charity-Quiz-Abend im Pfarrheim dort mit sehr gute Beteiligung. Auch führte die Gruppe wieder ein Stück auf zur Lebenswirklichkeit der Menschen in Nordost-Brasilien, mit all' seinen Nöten, aber auch Hoffnungen. Hier sieht man, es lohnt sich zu helfen. Ganz besonderer Dank gilt dem leitenden Pfarrer der Gemeinde, Pfr. Stefan Dördelmann, der sich sehr auf die brasilianischen Mitchristen eingelassen hat und viele verbindende Elemente in die erfrischenden und bewegten Gottesdienste brachte. Ein rundum gelungenes Wochenende, wovon die Gottesdienstteilnehmer noch lange reden werden, so die abschließende Einschätzung vieler.

Fotos von unterwegs mit der Gruppe aus dem Projekt Nosso Lar (Dinslaken, Hünxe, Schwerte, Papenburg, DO-Lichtendorf, Stadtlohn, Warendorf, Salzbergen, Münster).

Gäste aus Brasilien unterwegs mit dem Aktionskreis

Eine Auswahl von Fotos von den Aufführungen und Gottesdiensten bisher .....

mehr Infos und Programmplan weiter unten.

Sammelaktion und Aufführung in der Geschwister-Scholl-Schule in Geeste-Dalum. Alles zu finden in einem Regional-Fernsehbericht beim Sender "ev1.tv", mit einem Bericht am 3. Juni über Kabel zu empfangen oder nachher in der Mediathek zu finden.

Erste Eindrücke von den Rollenspielen/Aufführungen der jungen Leute vom Projekt Nosso Lar. Fotos vom Besuch beim Gymnasium Nepomucenum in Coesfeld und aus der Vorstellung in der Kirche in der Pfarrgemeinde St. Bonifatius, Lingen.

Mit dabei: Junge Leute aus dem brasilianischen Partnerprojekt "Nosso Lar", siehe Infoblatt und das 5-wöchiges Programm in Schulen, Kirchengemeinden und Eine-Welt-Gruppen

Komplettes Informationsblatt
aaINFOBLATT-NossoLar-2016.pdf
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Fa. Wulf aus Dalum spendete vor einiger Zeit Trikots für das Projekt Verde Vida - rechts Marcos Xenofonte, der wieder für knapp zwei Monate in Deutschland ist (Mai-Juni 2016).

Altkleidersammlung in Löningen und Umgebung

43 Jahre (zweimal jährlich) lang werden in Löningen und Umgebung Altkleider gesammelt, mit deren Erlös Kinder- und Jugendförderprojekte in Nordost-Brasilien gefördert werden. Aus Kleidung wird Bildung und Zukunft für junge Menschen, die sonst keine Chance hätten, aus dem Teufelskreis der Armut herauszukommen. Am Samstag, den 16. April war es wieder soweit. Insgesamt fuhren über 50 Fahrzeuge mit rund 400 Helfern alles Straßen der 10 Kommunen im Südkreis der Cloppenburger Landes ab. Dabei helfen ehrenamtlich viele örtliche Firmen, Stadtverwaltung und Landwirte, die Schulen schicken die Schülerinnen und Schüler. Ganze Generationen haben bei diesen Aktionen für die gute Sache von Pater Beda breits geholfen und so soll es auch weitergehen. Unter der Leitung von Rudolf Bögershausen steht dann im Oktober die nächste Sammelaktion wieder auf dem Plan. Dank an alle Helfer für ihr soziales Engagement. Dadurch wird Hoffnung und Zukunft an vielen Stellen des zu unrecht verarmten Nordost-Brasilien.

Altkleider-Sammelcontainer nun auch in Rheine

Wir konnten in der Stadt Rheine in Absprache mit der Stadtverwaltung, in den Stadtteilen "Altenrheine" und "Schotthock" Altkleider-Container aufstellen. Das Angebot wird bereits gut von der Bevölkerung angenommen. Der Aktionskreis Pater Beda hat tatsächlich eine fast 50-jährige Tradition der Altkleidersammlung in Rheine.

 

 

 

Umsetzung des zweijährigen BMZ-Projektes „SÄEN UND ERNTEN“ (Kooperation mit dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) und dem Aktionskreis Pater Beda für Entwicklungsarbeit e.V.).
        Hier: Ilha de Deus/Recife.
Achtung/Hinweis: An alle, die sich für die Teilnahme am BMZ-Projekt auf der Ilha de Deus eingeschrieben haben. Am Mittwoch und Donnerstag, 30. und 31. März 2016 findet jeweils von 8-12 Uhr das II. Modul des Basiskurses zur Produktion von Mangrovensetzlingen statt.
Du darfst nicht fehlen!

Hinweis zur kommenden Partnerbegegnung - Juni 2016

hier komplett als PDF
INFOBLATT-NossoLar-2016.pdf
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Neue BRASILIEN-INFO 1+2/2016 zum anklicken und blättern

Große Spende für das Projekt Casa Menina Mulher, Recife

Toller Start ins Neue Jahr 2016 für das Förderprojekt Casa Menina Mulher (Haus für Mädchen und junge Frauen).

 

Auch in diesem Jahr sind die ersten berufsbildenden Kurse für junge Frauen aus den Armenvierteln in Recife, Nordost-Brasilien, gesichert.

 

Denn am Sonntag, den 24. Januar 2016 fand in Papenburg beim Baumarkt „BauXpert Schulte“ wieder ein Info- und Ausstellungstag mit allerhand Attraktionen statt. Mit dabei ist der „Brasilien-Freundeskreis Papenburg“, der auch für das Kaffee- und Kuchenbüffet verantwortlich ist. Hauptattraktion des Tages ist die große Versteigerung. Eigens dafür wurde der professionelle Moderator und Auktionator Thorsten Castle dazu eingeladen. Die Geschäftspartner von „BauXpert Schulte“ sponsern Baumarkt-Artikel für den guten Zweck. Das fängt mit RIGIPS-Platten an und geht über Farben und Paletten Beimauersteine bis hin zu einem kompletten Schornstein. Insgesamt kamen 28 Artikel unter den Hammer und der komplette Erlös aus dem Verkauf geht an das Partnerprojekt des „Brasilien-Freundeskreises Papenburg“.

 

Die Mitglieder des Freundeskreises sorgen für leckeren Kuchen und Kaffee, unterhalten die Kleinkinder am Glücksrad und informieren über das konkrete Partnerprojekt in Brasilien. Das Zelt war den ganzen Tag über gut gefüllt und dadurch hatten die insgesamt 18 Personen des Brasilien-Freundeskreises reichlich zu tun. Darunter war zum ersten Mal auch Adam, der seit einem Jahr in Deutschland lebt und aus Syrien stammt. Auch er hat sich mit viel Engagement für die gute Sache eingesetzt. Und somit war dann die Freude groß, als das stolze Ergebnis der Auktion am Spätnachmittag bekannt gegeben wurde. Es kamen genau 9.000 € für die gute Sache zusammen.

 

Auch im Namen der begünstigten Mädchen und jungen Frauen im Projekt „Casa Menina Mulher“ in Recife unser aufrichtiger Dank an die Geschäftsleitung von BauXpert Schulte in Papenburg für einen tollen Tag und eine große Spende!

 

1. SEMINAR „SÄEN UND ERNTEN“ – Ein Tag, der in die Geschichte eingeht auf der Ilha de Deus / Recife / Pernambuco / Brasilien

 

Debatten, Diskussionen, Erfahrungsaustausch über Agro-Ökologie, all’ das geschah am Donnerstag, den 10. Dezember 2015 auf dem 1. Seminar „Säen und Ernten – Wege zu sozialer und ökologischer Verantwortung“. Hermano José de Sousa, Vorsitzender der Nichtregierungsorganisation (NRO) Nova Vida aus Crato/CE eröffnete das Seminar und Maria Elisabeth Detert, Vorsitzende des Netzwerkes SoliVida stellte den Anwesenden das Vorhaben vor.

 

Die Veranstaltung wurde organisiert vom Projekt Nova Vida und in der Ruder- und Kanuschule „Saber Viver“ auf der Ilha de Deus durchgeführt, mit dem Ziel, das Projekt „Säen und Ernten – Wege zu sozialer und ökologischer Verantwortung“ zu starten, das dazu die finanzielle und institutionelle Unterstützung der zwei deutschen Organisationen, dem „Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)“ und dem „Aktionskreis Pater Beda für Entwicklungsarbeit e.V.“ erhält.

 

Ziel der Förderung ist die Verbesserung der Lebensverhältnisse verarmter Bevölkerungsschichten durch einen integrativen und partizipativen Prozess, der den Anbau von gesunden Lebensmitteln nachhaltig unterstützt und dadurch zusätzlich regelmäßiges Einkommen schafft. Insgesamt sollen über 1.000 Familien begünstigt werden. Begleitet werden die Massnahmen von einer intensiven Lobby- und Öffentlichkeitsarbeit. Dadurch soll erreicht werden, dass das Vorhaben Beispiel wird für viele Menschen der Umgebung.

 

Anwesend waren die Vertreter der vier Partnerprojekte der Stadt Recife: Schwester Aurieta von der „Turma do Flau“; Lourdinha de Sousa vom „Casa Menina Mulher; Lucélia C. Melo von der „Gemeinschaft der Kleinen Propheten“ und Nalvinha da Ilha von der Förderschule „Saber Viver“. Ebenso anwesend waren die Vertreter der drei Partnerprojekte aus dem Bundesstaat Ceará aus der Region Araripe und Cariri: Hermano José de Sousa vom Projekt Nova Vida, Vertreter des Projektes Nosso Lar und Marcos Xenofonte vom Projekt Verde Vida. Das Netzwerk SoliVida (Solidarität und Leben) war vertreten durch die Vorsitzende Maria Elisabeth Detert. Ebenso nahmen an der Veranstaltung die Personen teil, die mit diesem Vorhaben gefördert werden und sie nahmen reichlich an den Diskussionen und Debatten teil.

 

Die Referenten Prof. Rafael Copello, Tourismus- und Hotelmanagment und gleichzeitig Spezialist für Umweltplanung und –managment, sowie Marcelo Luis Correa Zelarayan Agraringineur mit Master in Agro-Ökologie zeigten sich sehr kompetent, um eine Reihe von Informationen und Tipps aufzuzeigen, warum es so wichtig ist Familien- und Gemeinschaftsgärten anzulegen, Wiederaufforstungsmassnahmen in Straßen und auf öffentlichen Plätzen durchzuführen und dies auch im großstädtischen Umfeld. Ebenso wurde aufgezeigt, wie wichtig die Müllbeseitigung und Reinigung der Flüsse und ihrer Nebenflüsse ist. Die eingeladenen Experten berichteten sehr persönlich von ihren Erfahrungen und machten den Begünstigten des Projektes bereits jetzt viel Mut. Im kulturellen Teil der Veranstaltung gaben die Tanzgruppe „Nativos“ (Eingeborene), sowie Dona Beró da Ilha, Enedino mit der „Turma do Flau“ und Nalvinha da Ilha ihr Bestes um die Diskussionen ordentlich aufzulockern.

 

In der nächsten Woche findet das 2. Seminar, am Donnerstag, den 17. Dezember 2015 in Crato/Ceará statt.

 

Die Arbeit geht weiter Pater Bedas Erbe:

„Jetzt erst recht“

Führen das Erbe von Pater Beda mit veränderten Strukturen fort: Bernward Wigger, Vorsitzender des Aktionskreises Pater Beda und Geschäftsführer Udo Lohoff. Foto: Klaus Wiedau

Gronau/Kloster Bardel - 

„Jetzt erst recht“ – auf diese kurze Formel lässt sich das Engagement verdichten, mit dem viele Freunde und Mitstreiter des im August verstorbenen Pater Beda aktuell daran arbeiten, die geleistete Arbeit zum Wohle der kleinen und vergessenen Menschen fortzusetzen.

Von Klaus Wiedau

„Jetzt erst recht“ – auf diese kurze Formel lässt sich das Engagement verdichten, mit dem viele Freunde und Mitstreiter des im August verstorbenen Pater Beda aktuell daran arbeiten, die über Jahrzehnte in Deutschland, aber auch in den Partnerprojekten in Brasilien geleistete Arbeit zum Wohle der kleinen und vergessenen Menschen fortzusetzen. Und somit das Erbe des Franziskanerpaters in die Zukunft zu tragen. Schon seit seiner Erkrankung, insbesondere aber nach seinem Tod sei immer wieder die Frage gestellt worden: „Wie geht es nun weiter?“, betonten jetzt der Vorsitzende des Aktionskreises Pater Beda, Bernward Wigger (Gronau) und Geschäftsführer Udo Lohoff in einem Gespräch mit den WN.

Als richtig und zielführend für die künftige Arbeit erweise sich heute, dass bereits vor Jahren wichtige Entscheidungen getroffen und Maßnahmen dafür eingeleitet worden seien. „Schon 2012 haben wir begonnen, diesen Stabwechsel zu organisieren“, macht Wigger deutlich. Pater Beda sei bis zuletzt als „Initiator und Motivator“ aktiv gewesen, habe sich aber bereits vor Jahren aus dem rein operativen Geschäft zurückgezogen, das er bei Lohoff als Geschäftsführer und Mitstreiter seit 20 Jahren in guten Händen wusste. Lohoff kennt nicht nur alle Vorgänge in Deutschland und Brasilien, er ist – gemeinsam mit seiner Frau Maria – auch der Motor, der die Arbeit des Aktionskreises unermüdlich lebendig hält.

Bernward Wigger wurde vor drei Jahren zum Vorsitzenden des Aktionskreises gewählt. An der Seite von Beda begleitete der Diplom-Finanzwirt jahrelang ehrenamtlich die Arbeit, insbesondere als fachkundiger Kassenwart sowie Steuer- und Finanzfachmann. Und diese strukturellen Veränderungen seien auch nötig gewesen, um den inzwischen komplett veränderten Rahmenbedingungen für die Arbeit Rechnung zu tragen, betonten Wigger und Lohoff. Wo vor Jahren noch ein vertrauensvolles Miteinander und die Zusammenarbeit auf Zuruf als Basis gereicht hätten, gelte es heute hohe Anforderungen an Transparenz, Mitteleinsatz und Dokumentation zu erfüllen. Verwaltungs- und Werbungskosten dürften nur einen bestimmten Level ausmachen, die Prüfung aller Vorgänge durch externe Wirtschaftsprüfer sei obligatorisch.

Um dieses hohe Niveau der eigenen Arbeit auch nach außen hin zu dokumentieren, sei die Zertifizierung mit dem DZI-Spendensiegel unerlässlich gewesen: „Das DZI für soziale Fragen hat uns 2015 bestätigt, dass wir mit den uns anvertrauten Mitteln sorgfältig und verantwortungsvoll umgehen“, so Udo Lohoff. Der Weg zu dieser Zertifizierung – der Prozess begann 2013 – war dabei kein Spaziergang: „Wir sind kein 08/15-Gebilde, sondern ein sehr komplexer Verein, unter anderem weil wir auch einen wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb unterhalten“, so Wigger. Derartige Konstruktionen seien im Zertifizierungsprozess des DZI eher selten, daher habe das Institut hohe Anforderungen gestellt, die es zu erfüllen galt. Die Arbeit habe sich indes gelohnt. Lohoff: „Das Spendensiegel unterstreicht unsere Anstrengungen, die Arbeit des Aktionskreises Pater Beda umfassend und transparent darzustellen.“

Auch bei den Partnerprojekten in Brasilien wurde schon frühzeitig an die Zukunft gedacht: „Die 26 Partnerprojekte des Aktionskreises – mit zwei Ausnahmen alle im Nordosten Brasiliens gelegen – haben sich in den vergangenen Jahren zum Netzwerk SoliVida (Solidarität und Leben) zusammengeschlossen. Sie treffen sich heute regelmäßig um voneinander zu lernen und gemeinsam stärker in die Öffentlichkeit hineinzuwirken. Pater Beda hat also schon früh mit seinen Freunden in Brasilien einen Grundstein für die Fortsetzung der Arbeit gelegt“, so Wigger und Lohoff.

Mit Unterstützung aus Deutschland wurden und werden dort zahlreiche Projekte auf den Weg gebracht. Aktuell unter anderem das Projekt „Säen und Ernten – auf Wegen sozialer und ökologischer Verantwortung zu Einkommensalternativen – urbane Landwirtschaft in Nordostbrasilien“. Lohoff hält einen dicken Stapel Papier – die Antragsunterlagen – hoch, die inzwischen zum Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung auf den Weg gebracht wurden. Übrigens mit Unterstützung der Eperanerin Maria Detert, die als Agraringenieurin in Brasilien wirkt. Einen Teil der Gelder muss der Aktionskreise selbst für die Projekte aufbringen, damit Maßnahmen von anderen mitfinanziert werden. Daher wird der Aktionskreis auch weiterhin auf seine Sammlung von Textilien, aber auch auf Spenden setzen. Daneben soll auch künftig die Öffentlichkeitsarbeit in Schulen und anderen Einrichtungen fortgesetzt werden, um die Menschen weiter für die Arbeit zu sensibilisieren.

Ein neuer Schwerpunkt wird zudem die Anwerbung junger Mitstreiter sein, weil dem Aktionskreis - wie viele andere Vereine auch – die Überalterung droht. Ansprechen wollen Wigger, Lohoff und ihre Freunde vor allem junge Priester, um so Kontakte zu Pfarreien zu intensivieren. Alles, um die Arbeit Pater Bedas fortzusetzen – ganz nach dem Motto: „Jetzt erst recht!“ 

Westfälische Nachrichten

01.11.2015

Aktionskreis Pater Beda - Hilfe für Brasilien

Der Aktionskreis Pater Beda für Entwicklungsarbeit e.V. unterstützt unterschiedliche Gruppen und Initiativen, die sich mehrheitlich im Nordosten Brasiliens befinden. Die Basisgruppen haben in der Regel einen kirchlichen Hintergrund, den es zu kennen und zu berücksichtigen gilt. Wir arbeiten insbesondere zusammen mit:

  • Sozial- und Pastoralarbeit der Franziskaner
  • Landarbeiterbewegungen, der Kommission für Landpastoral
  • Menschenrechtsgruppen, Pfarreien
  • Kinder- und Straßenkinderprojekten


Ziel dieser Hilfen ist es, die Benachteiligten und Armen dabei zu unterstützen, ihre Fähigkeiten zu entfalten, sich selbst zu organisieren und ihre Rechte wahrzunehmen, damit sie dann ihre Lebensbedingungen aus eigener Kraft verändern können.

Eine weitere Möglichkeit der Ko-Finanzierung von Baumaßnahmen wie z. B. Werkstätten und Berufsförderungszentren hat sich einige Male durch das BMZ (Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung) ergeben. Genauso erwarten wir für diese Vorhaben von unseren Partnern die Einforderung von staatlichen Geldern in Brasilien.

Inhaltlich orientieren wir uns an der Kirche Brasiliens mit ihrer "neuen Art, Kirche zu sein" entsprechend den Herausforderungen der Zeit unter Einbezug der Kultur und der Gefühle der Menschen. Welche Relevanz können die Erfahrungen der brasilianischen Kirche für uns haben? Es handelt sich um Fragen nach der Befreiungstheologie, der "Option für die Armen" und der Entdeckung des kulturell "Anderen".