Pater Beda wurde zu einer "Stimme Brasiliens"

Engagierter Franziskaner wird Heiligabend 70 Jahre alt

 

Ein Mann, der "Partei ergreift, der Stellung bezieht und den Vergessenen in der Welt eine Stimme gibt", hat Geburtstag. Am Heiligabend wird Pater Beda 70 Jahre alt. Das gibt der Geschäftsführer des "Aktionskreises Pater Beda für Entwicklungsarbeit e.V.", Udo Lohoff, bekannt.

 

Seinen Geburtstag wird der Franziskanerpater im Kloster Bardel verbringen. Feiern wolle er nicht, da erst im November 2003 ein großes Fest mit über 700 Gästen anlässlich der Verleihung des Bundesverdienstkreuzes stattgefunden habe.

Der "Aktionskreis Pater Beda e.V." wurde am 26. Februar 1984 gegründet. Zweck des Vereins ist ein Engagement zu Gunsten einer gerechten Welt und damit der Entwicklungshilfe und Völkerverständigung. Der Verein finanziert und unterstützt unterschiedliche Gruppen im Nordosten Brasiliens, um Benachteiligte und Arme zu unterstützen, ihre Fähigkeiten zu entfalten, sich selbst zu organisieren und ihre Rechte wahrzunehmen, um dann aus eigener Kraft die Lebensbedingungen verändern zu können. Jedes Jahr verbringt Pater Beda zwei Monate in Brasilien zum Austausch und Dialog mit seinen franziskanischen Mitbrüdern, zu Begegnungen in den langjährigen Partnerprojekten und zum Aufbau neuer Kontakte.

 

Pater Beda wurde 1934 in Opherdicke (Kreis Unna) geboren. Im Alter von zwölf Jahren fasste er als Messdiener den Entschluss, Missionar zu werden. Nach dem Abitur bat er in Bardel um Aufnahme in den Orden, um als Missionar im Norden Brasiliens arbeiten zu dürfen.

1956 wurde er dorthin ausgesandt und nach dem Studium (Philosophie und Theologie) 1962 zum Priester geweiht.

 

Mit seiner Rückkehr im Jahre 1964 wurde er immer mehr zu einer "Stimme Brasiliens" und zur einer "Brücke Deutschland-Brasilien". Begonnen hatte er mit Sammelaktionen, die bis heute in NRW und Niedersachsen durchgeführt werden.

 

Quelle: Emsländer Zeitungen, 17.12.2004