Projekt Nova Vida hilft den Menschen auf dem Müllplatz von Crato

Das Auto vom Projekt bringt jeden Freitag eine warme Suppe
Das Auto vom Projekt bringt jeden Freitag eine warme Suppe

In Brasilien wird der Müll nicht getrennt. Die großen Müllwagen fahren in Crato bis zu vier mal am Tag zum Müllplatz, der am Rand der Stadt liegt und entsorgen dort den Müll, den die Müllmänner in der ganzen Stadt eingesammelt haben.

Auf diesem Müllplatz leben bis zu 30-40 Familien. Sie trennen hier den Müll in Pappe Plastik, Glas und Gummi. Für ein Kilo Plastik beispielsweise bekommen sie umgerechnet 0,03 Euro/Cent. Sie arbeiten inmitten von giftigen Gasen, großen Aasgeier, unzähligen Fliegen und Ungeziefer. Einige der Familien leben gleich auf dem Müllplatz und andere im nächsten Dorf. Sie ernähren sich in der Woche über von den verdorbenen Essensresten, die sie im Müll finden.

Beten mit den Menschen auf dem Müllplatz
Beten mit den Menschen auf dem Müllplatz

Jeden Samstag bringt Hermano mit einigen Freiwilligen den Menschen eine warme Mahlzeit, um zu zeigen, dass sie nicht vergessen und von der Gesellschaft ausgeschlossen sind. So baute er und seine freiwilligen Helfer langsam ein Vertrauensverhältnis mit den „Mülltrennern“ auf, dass dazu beiträgt, dass sie über Alternativen zum Broterwerb nachdenken.

Am Anfang gab es noch Kinder, die dort arbeiteten. Hermano hat durchgesetzt, dass dies verboten wird und die Kinder zur Schule gehen. Hermano und seine Freiwilligen setzten sich für die Rechte der Menschen ein, kümmern sich um die Aktualisierungen von abgelaufenen Papieren und um Arztbesuche. Dabei werden sie in die Stadt gebracht und bei Behördengängen begleitet.

Weiter setzt er sich bei wichtigen politischen Veranstaltungen in der Stadt für die von der Stadtbevölkerung genannten „Müllmenschen“ ein und macht immer wieder darauf aufmerksam, dass es sie als Menschen mit Recht und Würde gibt und sie nicht vergessen werden sollen.

Pater Beda feiert die Messe auf der Müllkippe
Pater Beda feiert die Messe auf der Müllkippe

Hermano betont immer, dass diese Menschen was ganz besonderes seien, sie haben sich diese Arbeit bewusst ausgesucht um nicht mit Drogen zu dealen, zu morden oder sich zu prostituieren. Sie arbeiten und träumen von einem besseren Leben, wissend das der Müll ,den sie trennen, aus Häusern kommt in denen sie nie leben können. Um dies zu ändern sind Hermano und seine Helfer mit ganzem Herzen und aller Kraft dabei dies zu verändern.