Bericht aus dem Menschenrechtszentrum

In einer Art Pilot- oder Modellprojekt soll versucht werden, die Familien oder die alleinerziehenden Mütter in die Lage zu versetzen, ihre Kinder und Jugendlichen erst gar nicht auf die Straße kommen zu lassen. Dies soll durch Unterstützung beim Kauf der Grundnahrungsmittel geschehen, durch Hilfe bei Behördengängen, denn viele Menschen haben nicht einmal einen Personalausweis, sind nicht gemeldet und können daher auch nirgends ihr Recht als Staatsbürger einfordern. Die Rechtshilfe wird ganz wichtig sein, damit u.a. auch die Väter finanziell, aber auch in ihrer Verantwortung als Erzieher zur Rechenschaft gezogen werden. Die Frauen aus den armen Schichten Brasiliens haben kein Bewusstsein über ihre Rechte, obwohl sie es sind, die kämpfen, insbesondere für ihre Kinder.

Das bereits bestehende Personal soll um drei Personen, einer Rechtsanwältin, einer Psychologin und einer Sozialarbeiterin aufgestockt werden (1.100,00 €/monatlich), damit eine umfassendere Förderung der Kinder und Jugendlichen im Casa do Beija Flor möglich wird. Wenn möglich sollen die Kinder an Pflegefamilien vermittelt werden. Die Öffentlich-keitsarbeit soll verstärkt werden. Dadurch will man erreichen, dass sich das Bewusstsein der Bürger und Institutionen in der gesamten Großregion (Diözese Nova Iguacu umfasst sieben Städte mit etwas über 1,9 Mio. Einwohnern) nachhaltig verändert. An dieser Arbeit wirken auch alle Pastoral- und Seelsorgeeinheiten der Diözese Nova Iguacu mit, die eine nicht wegzudenkende Stimme der Ausgeschlossen in der Baixada Fluminense (Tiefebene vor Rio de Janeiro) darstellt. Die Pressekampagnen, Protestmärschen und die immer wiederkehrende öffentliche Einforderung der sozialen, wirtschaftlichen und kulturellen Rechte der Armen haben zum Ziel, gesellschaftliche Veränderungen in Gang zu setzen oder ähnliche Bewegungen zu unterstützen, damit die von Gewalt und Unrecht geprägte Region ein nachhaltig neues "Gesicht" erhält. (200,00€ monatlich dafür eingeplant).